Synonym(e)
Definition
Der Weizen gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Heute spielt v.a. Weichweizen eine wichtige Rolle in der europäischen Nahrungskette, v.a. Mehl. Brot, Kuchen und Gebäcksorten. Zu unterscheiden ist Hartweizen, der vom Urgetreide Emmer abstammt und v.a. zur Herstellung von Nudeln, Grieß und Pizza verwendet wird.
Als Weizen werden zahlreiche (> 1000) Arten von Süßgräser (Poaceae) in der Gattung Triticum L. bezeichnet. Auch Dinkel, Emmer, Einkorn und Kamut sind Weizenarten. Zu beachten ist, dass alle Weizensorten Gluten enthalten und daher nicht für Zöliakie-Patienten geeignet sind.
Allgemeine Information
Weizen wächst ca. 0,5-1 m hoch. Weizen liefert das Mehl für Weißbrot, Brötchen, Kekse, Biskuit und Kuchen, Spaghetti und andere Nudelsorten. Aus Brauweizen wird Weizenbier hergestellt.
Triticum aestivum ist Stammpflanze von Tritici aestivi oleum virginale, dem nativen Weizenkeimöl sowie von Tritici aestivi oleum raffinatum, dem raffinierten Weizenkeimöl, sowie von Tritici amylum der Weizenstärke, der Stärke aus dem Endosperm der Früchte. Tritium aestivum spielt bei unserer Nahrungsgewohnheiten die Hauptzrolle. In anderen Regionen werden jedoch auch andere weizenarten angebaut, z.B. T.durum im Süden (für Pasta, Cous-Cous), in anderen BereichenT. spelta bzw. T. turgidum. Die allergologischen Beziehungen zwischen diesen Arten wurden bisher nicht untersucht (Jäger L et al. 2001).
Die Kleie von Triticum aestivum (Weizenkleie) kann als Nahrungsergänzungsmittel genutzt wird. Sie ist aber v.a. auch ein bewährter Badezusatz (s.u. Kleie-Bad). In der Kosmetikindustrie, s. a. Triticum vulgare starch (INCI), Hydroxypropyl corn starch (INCI)
Hinweis(e)
Sprachlich leitet sich Weizen vom "Weiß" des Weißmehls (Weizen).
Weizenallergien: Pollenallergien sind selten, da u.a. nur geringer Pollenflug (Weizen bestäuben ihre Blüten meist selbst).
Nahrungsmittelallergien können durch die unterschiedlichen Proteinfraktionen des Weizens hervorgerufen werden (s.u. Weizenallergie).
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- Jäger L et al. (2001) Nahrungsmittelallergien und – intoleranzen. Urban & Fischer Verlag München, Jena S 117



