Iridoide

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 22.10.2016

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Definition

Natürlich vorkommende Substanzen, die sich formal von  der (namensgebenden) Substanz Iridodial ableiten lassen und biogenetisch als Monoterpenderivate einzuordnen sind. Im Gegensatz zu anderen Monoterpenen liegen die meist als wasserlösliche, häufig wenig stabile Iridoidgylkoside vor (glykosidisch mit Glukose verbunden). Nach hydrolytischer Spaltung polymerisieren die Aglyka zu blauen oder blauschwarzen Farbstoffen, die ihnen früher den Namen „Pseudoindikane“ eingebracht hat.  

Es treten folgende Strukturtypen auf:  

  • C10-Iridoide, meist als Glukoside verbreitet (z.B. Loganin und Verbanin)
  • C9-Iridoide; hierzu gehören Aucubin und Harpagid, dem wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoff der Teufelskralle (s.u. Harpagophyti radix der offizinellen Teufelskrallenwurzel)
  • Valepotriate
  • Secoiridoide     

Weiterführende Artikel (2)

Harpagophyti radix ; Monoterpene;
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