Vincristin
Definition
Zytostatikum, Vinca-Alkaloid (s.a. Vinblastin), das semisynthetisch aus Vinca rosea einer Immergrünart gewonnen wird. Vincristin bindet spezifisch an beta-Tubulin und blockiert somit die Polymerisation mit alpha-Tubulin zu Mikrotubuli.
Auch interessant
Indikation
Leukämie, M. Hodgkin (s. Lymphogranulomatose, maligne), Non-Hodgkin-Lymphome, metastasierendes malignes Melanom, AIDS-assoziiertes Kaposi-Sarkom, Bronchial-Karzinom.
Schwangerschaft/Stillzeit
Kontraindiziert in der Schwangerschaft (im Tierversuch embryo- bzw. fetotoxisch). Kontraindiziert in der Stillzeit (nicht bekannt, ob die Substanz in die Muttermilch übergeht).
Unerwünschte Wirkungen
BB-Veränderungen, gastrointestinale Störungen, Subileus, Leber- oder Nierenschäden, Hyperurikämie, Alopezie (s. Alopecia medicamentosa), Dermatitis, Stomatitis, Erythrodermie, neurotoxische Störungen, Störungen der Spermiogenese und Ovulation.
Literatur
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Kopernio
Kopernio
- Aldenhoven M et al. (2006) Therapeutic strategies for epidemic Kaposi's sarcoma. Int J STD AIDS 17: 571-578