Definition
Mit Urgetreide sind jahrtausendalte Getreidesorten gemeint, die nicht züchterich verändert worden sind. Zu Urgetreide gehören u.a. Einkorn, Emmer, Dinkel, Khorasan=Kamut. Neben diesen zu Weizenarten gibt es noch alte Roggen und Gerstensorten, wie z.B. den Waldstaudenroggen und die Urgerste. Desweiteren Hirse.
Im Vergleich zu modernem Getreide, z.B. Weichweizen, bringen die alten Getreidesorten weniger Ertrag pro Fläche, sind aber resistenter gegen Umweltbedingungen und Parasiten, haben einen höheren Gehalt an Proteinen, Mineralien, Ballaststoffen und sind für Patienten mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt (Reizdarmsyndrom) besser verträglich. Desweiteren werden positive Effekte auf Hyperlipidämie, Insulinreaktion und Diabetes mellitus beschrieben.
Für Zöliakie-Patienten sind außer der Hirse diese Getreidesorten aufgrund des Glutengehaltes nicht geeignet, wohl aber die ebenfalls alten Pseudogetreidesorten Quinoa und Buchweizen.
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Kopernio
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