Synonym(e)
Chrysanthemum indicum; Dendranthema indicum; Dendranthema morifolium
Definition
Chrysanthemen gehören zur Familie der Korbblütler und zählen zu den populärsten Zierpflanzen des Handels (besonders als Herbstblume). Eine medizinische Verwendung ist in Deutschland nicht üblich. In Japan werden die jungen Chrysanthemenpflanzen als Salat gegessen.
s.a. unter Chrysanthemenallergie
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Sesquiterpenlaktone, Monoterpene und Flavonoide; s.a. Pyrethrum
Vorkommen
Aus Ostchina und Japan stammend. Vor etwa 200 Jahren nach Europa eingeführt und seither auf der ganzen Welt als Zierpflanze kultiviert.
Unerwünschte Wirkungen
Von den mindestens fünf in Chrysanthemen nachgewiesenen Sesquiterpenlaktonen ist bisher nur Arteglasin A als eindeutiges Allergen identifiziert worden. Als weitere potentielle Sensibilisatoren kommen infrage: Chlorochrymorin, das bis heute strukturell nur z.T. identifizierte Yeyuhua-Lakton, Angeloylcumambrin B und Angeloylajadin. Bei den eigenen chemischen Untersuchungen ließen sich noch drei weitere STL nachweisen, deren Identifizierung aber bisher nicht weiter verfolgt wurde. Sensibilisierungspotenz: Stark. Sensibilisierungshäufigkeit: Hoch. Die Chrysanthemenallergie zählt zu den am häufigsten durch Zierpflanzen hervorgerufenen Berufserkrankungen in der BRD. Besonders im norddeutschen Raum, einem Zentrum der Chrysanthemenzüchtung, erkranken bis zu 30% der mit dem Anbau und Verkauf beschäftigten Personen. Kreuzreaktionen sind nicht nur experimentell mehrfach bestätigt, sondern auch beim Chrysanthemenallergiker häufig zu beobachten. Zu den wichtigsten kreuzreagierenden Arten zählen Astern, Gewöhnliche Schafgarbe, Rainfarn, Mutterkraut, Arnika und Sonnenblume. Kreuzreaktionen auf andere Arten, die aus einer anderen Pflanzenfamilie stammen, wie z.B. Frullania oder Lorbeer, bestätigen die chemische Verwandtschaft der Allergie-induzierenden Sesquiterpenlakton-Inhaltsstoffe.



