Stratum corneum

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 01.04.2026

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Synonym(e)

Hornschicht

Definition

Aus sog. Korneozyten bestehende, 0,02-0,5 mm dicke, oberste, abschuppende keratinhaltige (s.u. Keratin) Barriereschicht der Epidermis (s.a.u. Orthokeratose; s.a.u. Hyperkeratosen; s.a.u. Parakeratose). Die Ablösung des Stratum corneum von ihrer Unterlage wird als Korneolyse bezeichnet.

Das Stratum corneum (SC) wird häufig mit einer Ziegelmauer aus proteinhaltigen Korneozyten verglichen. Diese sind eingebettet in eine lipidreiche extrazelluläre Matrix, die in breite Membrandoppelschichten, angereicherte Ceramide, Cholesterol und freie Fettsäuren gegliedert ist. Diese treten in etwa in einem äquimolaren Verhältnis auf.

Die Lamellarkörperchen bilden insgesamt eine Barriere, die vor Wasserverlust schützt und eine mögliche Beeinträchtigung durch Schadstoffe (Toxine, Allergene, externe Mikroorganismen) verhindert. Lamellarkörperchen sind einzig in der Epidermis vokommende Organellen, sie sezernieren die Vorläufer der epidermalen Lipide sowie Lipid-Hydrolasen, die notwendig sind um die 3 wesentlichen Lipide zu produzieren, die für den Aufbau der Lamellenmembranen essenziell sind (Elias PM et al. 2020).

Das Sekretionssystem der Lamellenkörperchen reguliert ebenfalls die physiologischerweise unsichtbare Abschuppung des Stratum corneums durch die gleichzeitige Produktion von Kallikreinen und anderen Proteasen, die die Desmosomen der Korneozyten verarbeiten sodass es zu einer Desquamation der Korneozyten kommen kann.  

Antimikrobielle Peptide: Gemeinsam mit den exprimierten Lipiden und Enzymen werden 2 antimikrobielle Lipide - Defensin beta 2 und das Cathelicin-Peptid LL-37 (Lb-Transporter) (Lin TK et al. 2012)

Diese Hautbarriere – die im Wesentlichen aus einer antimikrobiellen und eienr Permeabilitätsbarriere besteht,  ist für die bekannten Eigenschaften des Stratum corneum essenziell wichtig. 

Allgemeine Information

Barrierfehlbildungen tragen wesentlich zu den Problemen der atopischen Dermatitis bei.  

Literatur
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  1. Elias PM et al. (2020) Could cellar and signaling abnormalities converge to provoke atopic dermatitis. JDDG 18: 1215-122
  2. Lin TK et al. (2012) Cellular changes that accompany shedding of human corneocytes. J Invest Dermatol 132:2430-2439.   
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