Synonym(e)
Definition
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Indikation
Dosierung und Art der Anwendung
Augentropfen: 2mal/Tag in den Bindehautsack applizieren.
Cremes/Salben: 1-3mal/Tag dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen.
Lösungen/Crinale: 1-3mal/Tag dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen.
Systemisch: Zu Beginn 0,75-16 mg morgens, dann Reduktion auf 1-1,5 mg/Tag p.o., i.v. oder i.m. Bei Notfällen (Hirnödem, anaphylaktischer Schock): Initial 40-100 mg i.v., anschl. 4-8 mg i.v. oder i.m. in 2-4 Std. Abstand über ca. 8 Tage. Status asthmaticus: 4-20 mg initial i.v. bei Bedarf nochmals 8-10 mg i.v.
Unerwünschte Wirkungen
Bei systemischer Applikation sind folgende Nebenwirkungen zu beachten:
Bei kurzfristiger Therapie ist dei Gefahr der Nebenwirkungen mit Dexamethason gering. Eine Ausnahme stellt die parenterale hochdosierte Therapie dar, bei der auf Elektrolytverschiebungen und Ödembildung sowie Blutdrucksteigerung, Herzversagen, Herzrhythmusstörungen oder Krämpfe zu achten ist. Hier muss auch bei kurzfristiger Gabe mit der klinischen Manifestation von Infektionen gerechnet werden. Zu achten ist auch auf Magen- und Darmulzera, die oft stressbedingt und infolge der Behandlung mit Kortikoiden symptomarm verlaufen können.
Bei einer längerfristigen Therapie mit Dosen im Bereich bzw. oberhalb der Cushing-Schwelle (1,5 mg/Tag) muss mit ausgeprägten Nebenwirkungen gerechnet werden. Folgende Nebenwirkungen skind zu beachten:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen (Maskierung von Infektionen; Manifestation, Exazerbation oder Reaktivierung von Virusinfektionen, Pilzinfektionen, bakterieller, parasitärer sowie opportunistischer Infektionen; Aktivierung einer Strongyloidiasis)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (Mäßige Leukozytose, Lymphopenie, Eosinopenie, Polyzytämie)
- Erkrankungen des Immunsystems (Überempfindlichkeitsreaktionen wie z. B. Arzneimittelexanthem, schwere anaphylaktische Reaktionen, wie Arrhythmien, Bronchospasmen, Hypo- oder Hypertonie, Kreislaufkollaps, Herzstillstand, Schwächung der Immunabwehr)
- Endokrine Erkrankungen (Adrenale Suppression und Induktion eines Cushing-Syndroms)
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen (Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen), Gewichtszunahme, verminderte Glukosetoleranz, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie, Appetitsteigerung)
- Psychiatrische Erkrankungen (Depressionen, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Schlafstörungen, Manie, Halluzinationen, Angstgefühle, Delirium, Suizidalität)
- Erkrankungen des Nervensystems (Pseudotumor cerebri, Manifestation einer latenten Epilepsie, Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie)
- Augenerkrankungen (Katarakt, Glaukom, Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulkus, Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge, Verschlechterung bakterieller Entzündungen an der Kornea, Ptosis, Mydriasis, Chemosis, iatrogene sklerale Perforation, in seltenen Fällen reversibler Exophthamlus, bei subkonjunktivaler Anwendung auch Herpes-simplex-Keratitis, korneale Perforation in bestehender Keratitis)
- Gefäßerkrankungen (Hypertonie, Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos, Vaskulitis - auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie, erhöhte Kapillarfragilität)
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-Darm-Ulcera, gastrointestinale Blutungen, Pankreatitis, Magenbeschwerden)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes (Striae rubrae, Hautatrophie, Teleangiektasien, Petechien, Ekchymosen, Hypertrichose, Steroidakne, Rosazeaartige (periorale) Dermatitis, Störungen der Hautpigmentierung)
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen (Myopathie, Muskelatrophie und -schwäche, Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzer Anwendung möglich), aseptische Knochennekrosen, Sehnenbeschwerden, Tendinitis, Sehnenruptur, epidurale Lipomatose, Wachstumshemmung bei Kindern)
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse (Störungen der Sexualhormonsekretion und folglich unregelmäßige Menstruation bis hin zur Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz)
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort (verzögerte Wundheilung).
- Bei zu rascher Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen.
Kontraindikation
Rezeptur(en)
Hinweis(e)
Dexamethason-induzierte Muskelatrophie und Ginseng: Fermentierter roter Ginseng (FRG) steigert die Bioaktivität und Bioverfügbarkeit von Ginsenosiden, die verschiedene immunmodulatorische, Anti-Aging-, Adipositas- und Antidiabetes-Eigenschaften aufweisen. Die Behandlung mit FRG-Extrakt steigerte tierexperimentell die Lebensfähigkeit von DEX-induzierten C2C12-Myotuben und stellte den Myotubendurchmesser sowie den Fusionsindex wieder her. Mechanistische Untersuchungen ergeben, dass der FRG-Extrakt den Signalweg des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1/Proteinkinase B (Akt)/mammalian target of rapamycin aktivierte, den Muskelenergiestoffwechsel über den Sirtuin-1/Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptor-Gamma-Coaktivator-1α-Signalweg förderte und den Muskelproteinnedabbau durch Unterdrückung der Signalwege von Forkhead-Box O3a, Muscle-Ring-Finger 1 sowie des F-Box-Proteins (Fbx32) unterdrückte. Der FRG-Extrakt ist vielversprechend für die Linderung von Muskelatrophie, da er wichtige molekulare Signalwege moduliert, die mit der Muskelproteinsynthese, dem Energiestoffwechsel und dem Proteinabbau in Verbindung stehen (Men X et al. 2024).
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- Men X et al. (2024) Ameliorative Effects of Fermented Red Ginseng Extract on Muscle Atrophy in Dexamethasone-Induced C2C12 Cell And Hind Limb-Immobilized C57BL/6J Mice. J Med Food 27:951-960.





