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Synonym(e)
Follikelstimulierendes Hormon
Definition
In der Adenohypophyse gebildetes Glykoproteinhormon, das überwiegend die exkretorische Funktion der Gonaden steuert; so wird das Keimepithel beim Mann kontinuierlich (Spermiogenese in den Testes) und bei der Frau zyklisch stimuliert (Follikelreifung in den Ovarien); die Freisetzung erfolgt durch pulsatile Sekretion von GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon) aus dem Hypothalamus und unterliegt einem endogenen Rückkopplungsmechanismus.
S.a. GnRH und LH.
Allgemeine Information
Referenzbereiche (U7l)
Referenzbereich Frauen (U/l)
- Follikelphase: 2-10
- Ovulationsphase: 8-20
- Lutealphase: 2-8
- Postmenopause: >20
Referenzbereich Männer (U/l)
- Präpubertär: <0,5
- Postpubertär: 1,2-10,1
Klinik
Erhöhte Werte (Frauen):
- primäre Ovarialinsuffizienz (Postmenopause, prämature Ovarialinsuffizienz, Gonadendysgenesie, polyzystische Ovarien)
Erhöhte Werte (Männer):
- primärer hypogonadotroper Hypogonadismus (z.B. Klinefelder-Syndrom), Tubulusschaden, Dysfunktion der Spermatogenese, Verminderung der Germinalzellen
Erniedrigte Werte (Frauen):
- sek. Ovarialinsuffizienz durch Hypophysenunterfunktion, hypothalmische Dysfunktion (z.B.Kallmann-Syndrom), Hypophysentumoren, Medikamente (Ovulationshemmer, Sexualsteroide)
Erniedrigte Werte (Männer):
- sek. hypogonadotroper Hypogonadismus, sek. Hodeninsuffizienz, hypothalmisch-hypophysäre Dysfunktionen
Funktioneller Mangel:
- Hochleistungssport, schwere Erkrankung, Malnutrition, Anorexia nervosa
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- Böhm C et al. (2017) in: Neumeister B et al. Klinikleitfaden Labordiagnostik. Urban&Fischer Verlag München S. 344-345



