Schwarzkümmel

Autor: Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 25.01.2026

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Synonym(e)

Barbe des Capucins; Barbiche; Black caraway; Black Caraway; Black cummin; Black seed; Cheveux d'Ange; Cheveux de Vénus; Cumin noir; Echter Schwarzkümmel; Fennel flower; Herbev aux épices; Nigella sativa; Nigella sativa L.; Nigelle; Nigelle cultivée; Nutmeg flower; Patte d'Araignée; Poivrette; Roman coriander; Römischer Koriander; Römischer Kümmel; Schwarzer Coriander; Schwarzer Koriander; Schwarzer Kreuzkümmel; schwarzer Kümmel; schwarzer römischer Koriander

Definition

Schwarzkümmel ist ein Hahnenfußgewächs - im Gegensatz zu Kümmel, der zu den Doldengewächsen gehört. Die bis zu 50 cm hohe, einjährige, krautige Pflanze stammt aus dem Orient:  Ägypten und Vorderasien, u.a. Türkei und Irak. Die oberirdischen Teile sind mit drüsigen Pflanzenhaaren besetzt, der kantige Stängel ist im oberen Teil gestreift. Grüne Blätter und grünlich-weißliche Blüten, 2 cm lange braune Balgfrüchte. Blütezeit: Juli bis September, Fruchtreife: August bis Oktober.

Aufgrund des zunächst bitteren, dann scharf würzigen Geschmacks wird Schwarzkümmel als Kümmel- und Pfefferersatz und als Brotgewürz eingesetzt.

Phytotherapeutsich werden die etwa 3 mm großen, braunschwarzen Samen (Semen Nigellae sativae) verwendet. Kalt gepresst wird das hochwertige Schwarzkümmelöl  (Nigellae sativae oleum) gewonnen. Die Anwendung erfolgt innerlich und/oder- äußerlich. Bei Schwarzkümmel handelt es sich nicht um ein Arzneimittel, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel, weshalb es keine Monographien gibt.

ESCOP: Nicht bearbeitet

HMPC: Nicht bearbeitet

Kommission E: Nicht bearbeitet

Erfahrungsheilkunde: Erkältungskrankheiten, rheumatische Beschwerden, Magen-Darm-Erkrankungen.

Nahrungsmittelindustrie: als Gewürz. 

Kosmetikindustrie: Verwendung in der Parfumindustrie. 

 

Allgemeine Information

Antioxidativ, entzündungshemmend.

Studien sprechen für eine Senkung des Blutzuckerspiegels, der Hypertonie, Hyperlipidämie, insbesondere LDL und Triglyzeride, auch bei Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Hashimoto Thyreoiditis) und allergischen Erkrankungen (Asthma bronchiale, atopische Dermatitis wurden signifikante Besserungen beschrieben (Chrubasik-Hausmann S. Freiburg).

Inhaltsstoffe(e)

Ätherische Öle, Thymochinon, Thymohydrochinon, Thymol.

Komplikation(en)

Kontaktallergische Reaktion auf Schwarzkümmelöl, nach interner Applikation auch bullöse Dermatosen, Juckreiz, Übelkeit. 

Literatur
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  1. https://www.awl.ch/heilpflanzen/nigella_sativa/schwarzkuemmel.htm
  2. Aftab A et al (2013)  A review on therapeutic potential of Nigella sativa: A miracle herb.  Asian Pac J Trop Biomed.3: 337–352
  3. https://pflanzen.fnr.de/industriepflanzen/arzneipflanzen/pflanzen-datenbank
  4. Blaschek W (2015) Wichtl-Teedrogen und Phytopharmaka. Ein Handbuch für die Praxis. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft München. S 450-451
  5. Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 865-870
  6. https://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/08_institute/rechtsmedizin/pdf/Addenda/Schwarzk%C3%BCmmel.pdf
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