Synonym(e)
Definition
Zu der Familie der Korbblütler gehörende krautige Gewürzpflanze, Wuchshöhe bis zu 1,5 m, schwach behaarte Laubblätter, kleine gelbe Blüten, verwandt mit Beifuß und Wermut. Blütezeit: Mai bis Juni, Fruchtreife: Juli bis August.
Aufgrund des enthaltenen Estragols heute nicht mehr zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung bzgl. Erbgutschädigung und Krebserregung verdächtigt.
Erfahrungsheilkunde: Verdauungsstärkung, Anregung der Magensaftproduktion, Einsatz bei Blähungen und Darmstörungen, krampflösend. Die Öle wirken extern durchblutungsfördernd und erwärmend z.B. bei rheumatischen Schmerzen.
Nahrungsmittel: Gewürz, z.B. Aromatisierung von Essig, Essiggurken, Senf, auch für Reis- oder Fischgerichte, Salate, ebenso in
Kräutermischungen enthalten, z.B. ‚Kräuter d. Provence‘.
Wirkungen
Entzündungshemmend, hepatoprotektiv, antidiabetogen.
Estragonöl: in vitro: Hemmung der Thrombozytenadhäsion, und -aggregation, antibakteriell und antioxidativ.
Aromatherapie –
Unerwünschte Wirkungen
Das ätherische Öl enthält bis zu 80 % Estragol, entsprechend mutagene und karzinogene Wirkung, allerdings nur in hohen Dosen .
Irritation von Haut und Schleimhäuten.
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- https://pflanzen.fnr.de/industriepflanzen/arzneipflanzen/pflanzen-datenbank
-
Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 491-492



