Estragon

Autor: Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 20.12.2025

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Synonym(e)

Aromatischer Estragon; Artemisia dracununculus L.; Bertram; Biertram; Drabankraut; Drachantkraut; Dragon; Dragonellikraut; Dragonkraut; Eierkraut; Escadronkraut; Französicher Estragon; Kaiserkraut; kleiner Drachen; Russischer Estragon; Schlangenkraut; Tarragon; Trabenkraut

Definition

Zu der Familie der Korbblütler gehörende krautige Gewürzpflanze, Wuchshöhe bis zu 1,5 m, schwach behaarte Laubblätter, kleine gelbe Blüten, verwandt mit Beifuß und Wermut.  Blütezeit: Mai bis Juni, Fruchtreife: Juli bis August.

 

Aufgrund des enthaltenen Estragols heute nicht mehr zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.  Vom Bundesinstitut für Risikobewertung bzgl. Erbgutschädigung und Krebserregung verdächtigt. 

Erfahrungsheilkunde: Verdauungsstärkung, Anregung der Magensaftproduktion, Einsatz bei Blähungen und Darmstörungen, krampflösend. Die Öle wirken extern durchblutungsfördernd und erwärmend z.B. bei rheumatischen Schmerzen.

Nahrungsmittel: Gewürz, z.B. Aromatisierung von Essig, Essiggurken, Senf, auch für Reis- oder Fischgerichte, Salate, ebenso in 
Kräutermischungen enthalten, z.B. ‚Kräuter d. Provence‘.

Wirkungen

Entzündungshemmend, hepatoprotektiv, antidiabetogen.

Estragonöl: in vitro: Hemmung der Thrombozytenadhäsion, und -aggregation, antibakteriell und antioxidativ.
Aromatherapie –

Unerwünschte Wirkungen

Das ätherische Öl enthält bis zu 80 % Estragol, entsprechend mutagene und karzinogene Wirkung, allerdings nur in hohen Dosen .

Irritation von Haut und Schleimhäuten.

Literatur
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  1. https://pflanzen.fnr.de/industriepflanzen/arzneipflanzen/pflanzen-datenbank
  2. Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 491-492

Verweisende Artikel (1)

Beifuß Gewöhnlicher;
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