Carboplatin

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Zuletzt aktualisiert am: 18.08.2020

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Synonym(e)

Carboplatinum

Definition

Platinderivat der zweiten Generation mit alkylierender Wirkung an der DNS von Tumorzellen ( Alkylans) zum Einsatz als Zytostatikum.

Pharmakodynamik (Wirkung)

Intrazelluläre Aktivierung um reaktive Platinkomplexe freizusetzen. Bindung an nukleophile Gruppen z.B. GC-reiche DNA-Sequenzen. Hierdurch werden DNA-Verlinkungen (DNA cross-links) sowie DNA-Protein Verlinkungen erzeugt, die zu Apoptose and Zellwachstumshemmung führen.

Indikation

Zugelassen zur Therapie von fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom und kleinzelligem Bronchialkarzinom.

Malignes Melanom ( Off-Label-Use).

Schwangerschaft/Stillzeit

Kontraindiziert.

Dosierung und Art der Anwendung

400 mg/m2 KO i.v. als Infusion über 15-60 Minuten.

Unerwünschte Wirkungen

Systemische UAWs:

  • Thrombozytopenie und andere Blutbildungsstörungen
  • gastrointestinale Störungen
  • Toxischer Leberschaden
  • Nierenschaden
  • Herzrhythmusstörungen
  • neurologische Störungen, Seh-, Hör- und Geschmacksstörungen
  • Störungen der Spermatogenese und Ovulation.

Kutane UAWs (nach ihrer Häufigkeit aufgelistet):

Präparate

Carboplatin Hexal®, Carboplatin ratiopharm®

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