Definition
Therapeutisches Verfahren basierend auf einer krankheitsangemessenen Ordination des thermisch-hygrischen, aktinischen und luftchemischen Wirkungskomplexes.
Wir unterscheiden
drei klimatische
Wirkungskomplexe
1. Der thermisch-hygrische Wirkungskomplex umfasst
die Lufttemperatur, die Windgeschwindigkeit, die
thermische Wirkung der Sonnenstrahlung und die
Luftfeuchtigkeit. Dieser Komplex wirkt sich auf die
Thermoregulation und den Wärmehaushalt des
Menschen aus. Betroffen sind hier das Herz-Kreislaufsystem
und speziell die Hautdurchblutung
sowie die Schweißbildung.
2. Der aktinische Wirkungskomplex bezieht sich auf
die solare Ultraviolettstrahlung. Hier ist das Zielorgan
in erster Linie die Haut. Die UV-Strahlung der
Sonne hat bekanntlich schädigende Wirkung, die
UVB-Strahlung führt aber auch zur Abheilung von
chronischen Dermatosen wie der Psoriasis vulgaris.
Die UVA-Strahlung hat zudem positive Wirkungen
beispielsweise bei der atopischen Dermatitis.
3. Der luftchemische Wirkungskomplex umfasst die
natürlichen und anthropogenen chemischen Beimengungen
der Luft. Beispiele hierfür sind das salzige
Brandungsaerosol, Pollen oder auch die Luftschadstoffe.
Allgemeine Information
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- Vocks E et al. (1994) Klimatherapie (bei Neurodermitis). Allergology 5: 208-213
- Stick C (2015) Sonderausgabe der Ästhetischen Dermatologie: 34 (ISSN 1868-0496)



