Hyperpigmentierung postinflammatorische L81.0

Autoren: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

Co-Autor: Dr. med. Anemone Heineke

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Zuletzt aktualisiert am: 23.01.2026

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Synonym(e)

Entzündliche Hyperpigmentierung; Hyperpigmentierung entzündliche; Pigmentinkontinenz; postinflammatorische Hyperpigmentierung; Postinflammatorische Pigmentierung

Definition

Lokalisierte oder dissemnierte aber auch generalisierte oder systematisierte  Hyperpigmentierungen durch vermehrte Aktivität der Melanozyten, die häufig mit einer Pigmentinkontinenz verbunden ist. Derartige Hyperpigmentierungen werden während oder nach Abheilung entzündlicher Dermatosen (z.B Lichen planus) beobachtet. 

Therapie

Ggf. kosmetische Abdeckung, z.B. mit Dermacolor. Auch ein konsequenter UV- Schutz ist entscheidend (UVB und UVA).Tyrosinase-Inhibitoren bilden die Grundlage der Therapie der postinflammatorischen Hyperpigmentierung, wobei Hydrochinon der wichtigste Wirkstoff ist. Alternativ können Mequinol, Retinoide und Azelainsäure eingesetzt werden, teils in Kombination mit einem kurzzeitig angewendeten topischen Kortikosteroid. Chemische Peelings und Lasertherapien können wirksam sein, sollten jedoch wegen des Risikos zusätzlicher Hyperpigmentierung nur vorsichtig angewendet werden. Als neue, sehr potente Behandlungsoption gilt stabilisiertes topisches Cysteamin. . Durch gleichzeitige Behandlung der Grunderkrankung kann die konsekutive Melanozytenaktivierung verhindert werden.

Disclaimer

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