Acetylcystein

Autor: Jeton Luzha

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Zuletzt aktualisiert am: 29.10.2020

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Definition

N-Acetylcystein (NAC), die acetylierte Variante der Aminosäure L-Cystein, ist eine ausgezeichnete Quelle für Sulfhydryl-(SH)-Gruppen und wird im Körper in Metaboliten umgewandelt, die in der Lage sind, die Glutathion-(GSH)-Synthese zu stimulieren, die Entgiftung zu fördern und direkt als Fänger freier Radikale zu wirken.

Die Verabreichung von NAC wurde in der Vergangenheit als schleimlösendes Mittel bei einer Vielzahl von Atemwegserkrankungen eingesetzt; es scheint jedoch auch unter Bedingungen, die durch vermindertes GSH oder oxidativen Stress gekennzeichnet sind, wie z.B. HIV-Infektion, Krebs, Herzkrankheiten und Zigarettenrauchen, positive Auswirkungen zu haben.

Eine orale Verabreichung von 15-20 Dosen NAK ist derzeit die Hauptstütze der Behandlung von Paracetamol-induzierter Hepatotoxizität.

N-Acetylcystein scheint auch eine gewisse klinische Nützlichkeit als Chelatbildner bei der Behandlung von akuten Schwermetallvergiftungen zu haben, und zwar sowohl als Mittel zum Schutz von Leber und Niere vor Schäden als auch als Intervention zur Verbesserung der Ausscheidung der Metalle.

 

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