Unguentum emulsificans aquosum

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Zuletzt aktualisiert am: 19.05.2020

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Synonym(e)

Ungt. emulsific. aquos.; Wasserhaltige hydrophile Salbe DAB

Definition

Unguentum emulsificans aquosum (syn. Wasserhaltige hydrophile Salbe DAB) stellt gemäß der Definition des europäischen Arzneibuchs (Ph.Eur.) eine hydrophile Creme bzw. eine O/W Creme und keine Salbe dar. Sie enthält 70% Wasseranteile (Bemerkung: als Salben werden nach dem europäischen Arzneibuch wasserfreie Kohlenwasserstoffgele (z.B. Vaseline), Lipophile Gele und Lipo-Gele bezeichnet).

Bemerkung: Unguentum emulsificans aquosum ist nicht zu verwechseln mit Unguentum emulsificans nonionicum aquosum. Diese unterscheidet sich von der Wasserhaltigen hydrophilen Salbe DAB durch den Emulgatortyp. Dieser ist bei der nichtionischen hydrophilen Creme DAB durch Polysorbat ersetzt.    

In Unguentum emulsificans aquosum wird der „ emulgierende Cetylstearylalkohol (Ph.Eur.) verwendet. Der "emulgierende Cetylstearylalkohol" stellt ein Gemisch aus Cetylstearylalkohol und Natrium- Cetylstearylalkohol dar. Unguentum emulsificans aquosum kann nur etwa 10 % Vaseline dauerhaft und stabil aufnehmen. Bei höheren Anteilen von Vaseline entsteht eine lavierte Inkompatibilität. Nach wenigen Tagen bricht die Emulsion.

Unguentum emulsificans aquosum DAB ist mit 0,05 % Sorbinsäure  und 0,07 % Kaliumsorbat vorkonserviert.

Hinweis(e)

Weitere Infomtationen s. u. Salben, wasseraufnehmende

Unguentum emulsificans aquosum SR DAC ist die in der ehemaligen DDR aufgeführte Standardrezeptur (SR=Standardrezeptur) die in dem aktualisierten DAC bzw. in das NRF aufgenommen wurden. Dabei sind die früher eingesetzten PHB-Ester gegen eine Konservierung mit Kaliumsorbat/wasserfreie Citronensäure  ausgetauscht worden. Das DAB erlaubt die Verwendung von  Vaseline, die SR-DAC- Creme hingegen nicht.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Ewering I (2016) Basiscremes des DAC im Kontext zu den Klassikern. Hautarzt 67: 670-672 
  2. Wolf G (2014) Einsatz von Fertigdermatika in Indivudualrezepturen. Hautarzt 65:382-383
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