Blauer Eisenhut

Autor: Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 14.01.2026

Synonym(e)

Aconite; Aconitum napellus; L’aconit de Corse; Monk’s-hood

Definition

Krautige, bis zu 170 cm hohe Pflanze mit dunkelgrünen Laubblättern,handförmig tief geteilten, dunkel blauvioletten Blüten und Balgfrüchten mit pyramidenförmigen, dreikantigen Samen. Blütezeit:  Juni bis August, 
Fruchtreife: September bis Oktober.

Der blaue Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Europas und ist als beliebtes Mordgift bekannt.

Geschichtlich als Gegengift bei Skorpionstichen eingesetzt, bei Pediculosis, auch als schmerzstillende Ophthalmika, zur  Wundreinigung.

Erfahrungsheilkunde: Anfang des 20 Jahrhunderts extern bei Neuralgien. 

 

Inhaltsstoffe

Protoanemonin, Aconitin 

Unerwünschte Wirkungen

Alle Pflanzenteile sind giftig.  Exterb: Auch bei perkutaner Resorption über die gesunde Haut  kommt es zu Wärmegefühl, Brennen und Kribbeln, ggf. Kribbelparästhesien, Gefühllosigkeit bis zur Lähmung von Zunge und Lippen.
Intern, nach Verzehr geringster Mengen kommt es zu Übelkeit, Gastroenteritis mit kolikartigen Brechdurchfall, Erregung, Schwindel, Ohrensausen, Bradyarrhythmie, Krämpfe und Lähmungen bis zum Tod durch Atemlähmung.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 473.474

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