Synonym(e)
Definition
„Leucine“ (von griech. λευκός = weiß – Leucin kristallisiert in weißen Plättchen aus) bezeichnet die proteinogene, für den Menschen essenzielle Aminosäure Leucin, die für den Energiehaushalt im Muskelgewebe eine zentrale Rolle spielt. Leucin wird mit Isoleucin und Valin zu den verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs = Branched Chain Amino Acids) zusammengefasst. Es ist neben Methionin und Cystin ein wichtiger Bestandteil des Haarkeratins. Seine Kodierung erfolgt über die Codons UUA, UUG, CUU, CUC, CUA und CUG.
Leucin ist – in Peptiden gebunden – Bestandteil von tierischen und pflanzlichen Proteinen. Besonders reich an Leucin sind (Prozentangaben bezogen auf das jeweilige Gesamtprotein): rohes Rindfleisch (8,0 %), Hühnerei (8,6 %), Mais-Vollkornmehl (12,3 %) sowie ungeschälter Reis (8,3 %). Ein Mangel an Leucin ist entweder durch ungenügende Zufuhr mit der Nahrung oder durch eine Vitamin B6-Hypovitaminose bedingt.
Anwendungsgebiet/Verwendung
Medizin: Bei dem seltenen „Verzweigtkettendecarboxylasemangel-Syndrom“ der Ahornsirup-Krankheit (E71.0) kommt es infolge eines genetischen Defekts der Decarboxylase der alpha-Ketosäuren in Blut und Urin zu einer Anreicherung der drei verzweigtkettigen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin.
Kosmetik: Leucine wird in kosmetischen Rezepturen eingesetzt. Hier wirkt es als Antistatikum (verringert statische Aufladungen, indem die elektrische Ladung an der Oberfläche, von z. B. Haaren, neutralisiert wird), Haarkonditionierungsmittel (macht das Haar leicht kämmbar, geschmeidig, weich und glänzend und verleiht ihm Volumen) und Hautpflegemittel.



