Biperiden

Zuletzt aktualisiert am: 17.06.2020

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Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

CAS-Nummer: 514-65-8

Definition

Biperiden ist wie Atropin und Scopolamin ein Muskarinrezeptor-Antagonist mit einem tertiären Stickstoff. Biperiden ist ein synthetisch hergestelltes, vorwiegend zentral wirkendes Pharmakon mit der Summenformel C21H29NO. Seine peripheren Wirkungen sind im Vergleich zu Atropin gering. Biperiden bindet kompetitiv an periphere und zentrale Muskarin-Rezeptoren (v.a. M1-Rezeptoren). Tierexperimentell beeinflusst Biperiden parkinsonähnliche Zustände (Tremor, Rigor), die durch zentral wirksame Cholinergika hervorgerufen werden.

 

Indikation

Biperiden wird u.a. als Antiparkinsonmittel verwendet. Weiterhinn kommt die Substanz zum Einsatz bei extrapyramidalen Nebenwirkungen wie beispielsweise Körpersteifheit, Blickstarre und Akathisie , die viele Antipsychotika ab einer bestimmten Dosis verursachen können.

Hinweis(e)

                                                                                                                                                                                                        Ersthersteller der Substanz war Wilfried Klavehn, deutscher Chemiker, 1953

Literatur
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  1. Graefe KH et al. Muskarin-Rezeptor-Antagonisten. In: Graefe KH et al. (Eds) Pharmakologie und Toxikologie. Georg Thieme Verlag Stuttgart S.114-115

Verweisende Artikel (2)

Parasympatholytika ; Parasympatholytika ;

Weiterführende Artikel (4)

Acetylcholin; Atropin; Parasympatholytika ; Scopolamin;
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