Sphinkterotomie, laterale

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

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Definition

Auf der Schwächung des M. sphincter ani internus basierende, eingesetzte Maßnahme zur Behandlung der chronischen Analfissur.

Durchführung

Vorgehen: Bei geöffnetem Analkanal (Parks-Spreitzer) wird der Musculus sphincter ani internus links lateral (3 Uhr in Rückenlage) mit einer Adrenalin-Kochsalzlösung unterspritzt. Es folgt die seitliche Inzision auf Höhe der Linea anocutanea mit nachfolgender Darstellung und Präparation des inneren Sphinkters bis auf Höhe der Linea dentata. Der innere Sphinkter wird bis auf Höhe der Linea dentata gespalten. Die kleine Hautinzision wird wieder vernäht. Nach Abschluss kann die Sphinkterotomie als keilförmiger Defekt durch die Analhaut getastet werden. In der Regel ist 2 Wochen später die Operationswunde reizlos abgeheilt. Aufgrund der Erfahrung und kritischer Wertung der Literatur unter Zugrundelegung der Kriterien Analkontinenz, Rezidivquote, Behandlungsdauer und Arbeitsfähigkeit werden mit der lateralen Sphinkterotomie die besten Langzeitergebnisse erzielt.

Verweisende Artikel (2)

Analfissur; Hämorrhoiden;
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