Definition
Antiseptikum. Kondensationsprodukt aus Metakresolsulfonsäure und Formaldehyd in wässriger Lösung.
Pharmakodynamik (Wirkung)
Bakterizid, fungizid, adstringierend, koagulierend, demarkierend, hyperämisierend, epithelisierungsfördernd.
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Indikation
Condylomata acuminata, Blutstillung bei Sickerblutung (z.B. nach Kürettage von Verrucae, Nasenbluten) zur beschleunigten Abstoßung abgestorbenen Gewebes nach Verbrennungen, Reinigung u. Anregung der Heilung (z.B. nach kleinflächigen Verbrennungen, Ulcus cruris venosum, Dekubitus sowie Entzündungen der Mundschleimhaut u. des Zahnfleisches sowie bei Bläschen der Mundschleimhaut.
Eine Policresulen-Lösung eignet sich auch zur Behandlung von Fissuren oder Rhagaden im Anal- oder Vaginalbereich (Auftupfen mittels eines vollgesogenen Stiltupfers; Achtung: brennt initial sehr stark).
Dosierung und Art der Anwendung
U.a. Blutstillung, kleinflächige Verbrennungen, Ulcus cruris u. Dekubitus: Einen mit Lösung getränkten Mulltupfer 1-2 Minuten auf die betroffene Stelle pressen. Touchierung: Unverdünnt 1-2mal/Woche. Schleimhautbehandlung: Verdünnung 1:5.
Wechselwirkungen
Auf die Anwendung anderer topischer Arzneimittel an der gleichen Behandlungsstelle sollte verzichtet werden.
Hinweis(e)
Merke! Zur Vermeidung von Ösophagus-Verätzungen ist darauf zu achten, dass die Lösung bzw. Vaginalkugeln nicht verschluckt wird!
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
Kopernio
Kopernio- Chae HS et al. (2023) Oral chemical burns caused by topical application of policresulen: a case report. J Yeungnam Med Sci 40:293-296.




