Biographische Angaben
(¤ 1735, † 1807) Habsburger Wissenschaftler der Chemie, Botanik, Chirurgie, Anatomie, Dermatologie und Geburtshilfe. Plenck arbeitete überweigend in Wien an der militär-ärztlichen (Josephinischen) Akademie. Zuvor war er in Tyrnau/Nagyszombat/Tyrnava (heute Slowakei) und in Buda sowie in Pest (Budapest) als Professor für Chirurgie und Geburtshilfe tätig. Plenck begründete die Einteilung der Hautkrankheiten auf ihre spezifische Erscheinungsform und die hauptsächlichsten Typen der verschiedenen Erkrankungen. In seinem 1776 in Wien erschienenen systematischen dermatologischen Werk "Doctrina de Morbus Cutaneis" führte Plenck 115 Hautkrankheiten auf, die er in 14 Klassen unterteilt. Er unterschied dabei nach ihren sichtbaren morphologischen Merkmalen (Flecken, Papeln, Bläschen, Blasen, Pusteln, Schuppen und Krusten). Später wird Robert Willan, der das Plencksche System aufnimmt, die Einteilung auf 8 Gruppen vereinfachen. Plenck ist noch vor Willan der Begründer der systematischen Dermatologie.
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Kopernio
Kopernio- Plenck JJ (1789) Lehre von den Hautkrankheiten. A.d. Latein, übersetzt von F.A. Wasserberg. Rudolf Grässer und Companie, Wien




