Methylthioadenosin-Phosphorylase

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

This article in english

Synonym(e)

MTAP

Definition

Phosphorylase die eine wesentliche Rolle im Polyamin-Metabolismus und damit für die Verwertung von Adenin und Methionin spielt. Die Methylthioadenosin-Phosphorylase (MTAP) katalysiert die Phosphoriliierung von Methyladenosin (MTA), das als potenter Inhibitor der Methyltransferasen agiert. MTAP wird in den meisten Zellen und Geweben exprimiert und gilt in seiner Funktion als "Haushaltsenzym". Das kodierende Gen liegt in direkter Nähe zahlreicher Tumorsuppressorgene (p15, p16, p14ARF) auf dem Chromosom 9p21.

Vorkommen

In malignen Melanomen konnte in vitro wie auch in vivo ein Verlust der MTAP-Expression nachgewiesen werden, die in den meisten Fällen durch eine stark verminderte Expression der Promotormethylierung (sowohl auf mRNA - Ebene als auch auf Protein - Ebene) zustande kommt. Diese Defizienz hat beim malignen Melanom einen Einfluss auf das invasive Potenzial der Tumorzelle. Darüberhinaus scheint eine Herabregulierung von MTAP zu einer Interferon-Resistenz zu führen, sodass möglicherweise derartige Patienten von einer Interferon-Therapie nicht profitieren.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Wild PJ et al. (2007) Methylthioadenosin-Phosphorylase (MATP): Potenzieller Marker für ein Ansprechen auf Interferon-Therapie beim malignen Melanom. JDDG 6: 456-459

Verweisende Artikel (2)

Interferon alfa-2a; MTAP;

Weiterführende Artikel (3)

Interferone; Melanom; Tumorsuppressorgene;
Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017