Synonym(e)
Definition
Durch Leishmanien verursachte, lokalisierte Infektionserkrankung der Haut, die sich nach dem Stich einer infizierten Mücke (Sandmücken -Phlebotomus spp.) entwickelt und durch eine in Phasen ablaufende klinische Symptomatik gekennzeichnet ist.
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Vorkommen/Epidemiologie
Die Inzidenzraten liegen weltweit bei 0,7–1,2 Millionen pro Jahr.
90 % der Erkrankungen treten in der "Alten Welt" auf (dort, wo der Ölbaum wächst): Mittelmeerregionen, Afrika (Algerien, Kenia, Nordsudan, Äthiopien), Asien (Afghanistan, Iran, Syrien), 10 % in der "Neuen Welt": Texas, Brasilien, Mexiko, Bolivien, Peru.
Die Leishmanienspezies L. major, L. tropica, L. aethiopica sowie L. infantum (L. infantum = typischer Erreger der Leishmaniose auf Mallorca) verursachen überwiegend die Erkrankungen der "Alten Welt".
L. mexicana und L. brasiliensis verursachen die Leishmaniasis der "Neuen Welt".
In nicht-endemischen Ländern betreffen die Infektionen Reisende oder Immigranten.
Der Mensch ist ein akzidenteller Wirt. Als natürliches Reservoir der Leishmanien dienen wild lebende Nagetiere, insbesondere Kaninchen.
In Afghanistan stellen in den wüstenähnlichen Regionen des Nordens Wüstenrennmäuse (Großer Gerbil) das natürliche Reservoir dar. In den Bauten dieser Nagetiere finden sich auch die Sandmücken, sodass hier ein rein zoonotischer Überträgerzyklus vorliegt; der Mensch wird nur akzidentiell zum Wirt.
In der Umgebung von Kabul hingegen sind mehr als 200.000 Menschen an Leishmaniasis erkrankt (Leishmania tropica); der erkrankte Mensch ist hier das Hauptreservoir. Vektoren sind ebenfalls Sandmücken.
Ätiopathogenese
Die kutane Leishmaniose wird in der "Alten Welt" durch weibliche Sandmücken (eine Unterfamilie der Schmetterlingsmücken) des Genus Phlebotomus übertragen, in der "Neuen Welt" durch Lutzomyia. Während des Stichvorganges werden Promastigoten in die Haut übertragen.
Manifestation
Alter bei Erstmanifestation:
- 5–9 Jahre: 30 % der Infizierten
- < 20 Jahre: 70 % der Infizierten
Lokalisation
Prädilektionsstellen sind die unbedeckten Hautpartien:
- Gesicht und Nacken: 60 %
- obere Extremität: 35 %
- untere Extremität: 10 %
Klinik
Nach dem Stich der Sandmücke kommt es zunächst zu einem Erythem und anschließend zu einer Papel.
Es werden unterschieden:
- Knotige Form (regelhaftes Bild): Inkubationszeit 2–3 Wochen bis zu einem Jahr. Nach dem Stich der Sandmücke bilden sich zunächst ein Erythem und anschließend eine 0,1–0,3 cm große, rotbraune, sukkulente, langsam wachsende, juckende rote Papel. Regionäre Lymphadenitis möglich. Keine Allgemeinbeschwerden. Innerhalb von Wochen allmähliches, aber stetes Wachstum zu einem rot-braunen, schmerzhaften (heller, schneidender, jedoch nicht pochender Schmerz) Knötchen/Knoten mit straff gespannter Oberfläche. Seltener sind multiple Knötchen. Lymphangitis nur komplikativ bei bakterieller Überlagerung. Die Mehrzahl der Knötchen/Knoten heilt unbehandelt spontan nach einem Zeitraum von mehreren Monaten unter Narbenbildung ab. Bei Infektionen durch Leishmania tropica werden ausgeprägte lokale Entzündungsreaktionen mit deutlicher Schwellung und Erythem beobachtet.
- Ulzeröse Form: Entwicklung aus der nodösen Form. Weiche, verkrustete, meist nach einem Jahr spontan abheilende Ulzerationen (Jahresbeule, selbstlimitierend). Bildung von markanten Narben.
- Rezidivansform: Rezidivierende kutane Leishmaniasis - s. u. Leishmaniasis kutane rezidivierende.
- Chronische hypererge kutane Leishmaniasis: Diese besondere Verlaufsform wird in eine persistierende und eine rezidivierende Form unterteilt. Sie kennzeichnet sich durch rötlich-bräunliche, lupoide Plaques, die an eine Sarkoidose oder an einen Lupus vulgaris erinnern.
- Diffuse (anerge) kutane Leishmaniasis: Multiple nicht-ulzerierende Papeln und Knoten, die sich im Laufe der Erkrankung symmetrisch über Gesicht und Stamm verteilen können. Immunologisch findet sich eine selektive Anergie des Immunsystems gegenüber Leishmanien mit hoher Parasitendichte in den Läsionen. Auslöser sind L. amazonensis, L. mexicana, L. guyanensis sowie L. aethiopica. In Äthiopien und im Sudan kommt diese Form bei etwa 20 % der Patienten vor.
- Mukokutane Leishmaniasis: Schwere Form der initial kutanen Leishmaniasis (Espundia). Sie entwickelt sich aus ursprünglich kutanen Herden, die sich in den Schleimhautbereich hinein ausbreiten.
Histologie
Akanthotisches, stellenweise pseudoepitheliomatöses Oberflächenepithel mit parakeratotischer Serumkruste. Dichtes, die gesamte Dermis durchsetzendes, diffuses, granulomatöses Infiltrat aus neutrophilen Granulozyten, Plasmazellen, Lymphozyten, epitheloidzelligen Histiozyten und mehrkernigen Riesenzellen in unterschiedlicher Dichte. V.a. in der Giemsa-Färbung finden sich bei frischen Formen zahlreiche intrazellulär lokalisierte Erreger. Grundsätzlich lassen sich ein granulomatöses Muster oder ein pseudolymphatisches Muster nachweisen.
Immunhistologisch gelingt zu einem höheren Prozentsatz der (indirekte) Nachweis mittels der Expression von CD1a.
Nachweis des Leishmania-Antigens mittels PCR (auch an formalinfixiertem Material möglich). Eine Speziesdifferenzierung (PCR) ist möglich, aber aufwendig.
Bei älteren Herden überwiegt die granulomatöse Komponente mit kleinen isolierten oder konfluierten epitheloidzelligen Knötchen (DD: Tuberculosis cutis luposa). Der Erregernachweis gelingt dann sehr spärlich oder fehlt sogar.
Differentialdiagnose
Die klinische Erstdiagnose "kutane Leishmaniose" wird (in nicht-endemischen Ländern) nur bei etwa ⅓ der Patienten korrekt gestellt. Als initiale Diagnosen werden hauptsächlich Tumoren (35 %), Infektionen anderer Genese (7 %), Insektenstiche und Geschwüre (10 %) angegeben (Guillet C et al.2024). Insofern ist die (klinische und histologische) Abgrenzung zu anderen Erkrankungen bedeutsam:
Klinisch:
- Furunkel (hochakutes Geschehen, Schmerzhaftigkeit, Fluktuation)
- Basalzellkarzinom (fehlende Entzündungskomponente)
- Eosinophiles Granulom (braun-rot; Follikelbetonung der Oberfläche; Histologie ist diagnostisch)
- Ekthyma (hochakut, scharfrandig ulzeriert; Lokalisation: meist untere Extremität)
- Frambösie (Herkunftsland)
- syphilitischer Primäraffekt (Lokalisation)
- lupoide Rosazea (Alter der Pat.; meist disseminierte follikuläre Papeln und Pusteln; Rosacea-Gesicht)
- Tuberculosis cutis luposa (wenig erhabene Plaques und Atrophie; eher braun-rot, nie kräftig-rot; Eigeninfiltrat)
- Psoriasis (keine Reiseanamnese, meist disseminiert, Auspitz-Phänomen positiv)
Histologisch:
- kutanes B-Zell-Pseudolymphom (Nachweis von Keimzentren, die bei Leishmaniose fehlen)
- Lupus vulgaris (wichtig bei langzeitig bestehender Leishmaniose, da hierbei der Erregernachweis häufig schwierig ist; plasmazellige Begleitreaktion spricht eher gegen Tuberkulose)
- Histoplasmose (granulomatöses Infiltrat; Nachweis der Sporen im PAS-Präparat)
Therapie allgemein
Die Erreger sprechen auf unterschiedliche Behandlungen an: Während lokale Maßnahmen bei einer Infektion, ausgelöst durch Leishmania-Spezies aus Europa und Afrika ("Alte Welt"), häufig ausreichend sind, ist die systemische Therapie bei den kutanen und mukokutanen Formen der "Neuen Welt" Mittel der 1. Wahl.
Bei einzelnen Läsionen in kosmetisch nicht störender Lokalisation kann die Spontanheilung abgewartet werden (schlechte Narbenbildung). Exzision oder Kryochirurgie werden nicht mehr empfohlen, da Erreger aus der Läsion entfernt werden und somit die Ausbildung einer Immunität erschwert wird. Es besteht die Gefahr der Dissemination derjenigen Erreger, die bereits in den Lymphwegen vorliegen.
Externe Therapie
In mehreren Studien wurde die Wirksamkeit der antibiotischen Substanz Paromomycin gegen L. major belegt (als 15 %ige Salbe mit zusätzlich 12 % Methylbenzethoniumchlorid (als Leshcutan/Teva über die internationale Apotheke erhältlich; in Israel zugelassen); bei magistraler Rezeptur in Vaselinum album anfertigen lassen). Die Anwendung erfolgt 2x täglich über einen Zeitraum von 10–14 Tagen. Ggf. Wiederholung des Therapiezyklus nach 14 Tagen (topisches Paromomycin ist in rund 40 % der Fälle die gewählte Erstlinientherapie).
Lokale Infiltration mit Antimonpräparaten: 1–3 ml Megluminantimonat (z. B. Glucantim), entsprechend 85 mg Antimon (Sb)/ml (je nach Größe des Herdes; mit oder ohne Zusatz von Triamcinolonacetonid); Infiltration zunächst v. a. im Randbereich durchführen, da hier die größte Erregerdichte vorliegt; später auch im Zentrum der Läsion injizieren. Prozedur an 5 Tagen der Woche durchführen, über einen Zeitraum von 4–5 Wochen; in der Regel recht schmerzhaftes Verfahren.
Alternativ (oder ergänzend): Infrarottherapie (Hyperthermie): 5 Min. auf etwa 55 °C erwärmen, ggf. nach 3 Wochen wiederholen (Absterben der Erreger; Immunantwort ist möglich).
Außerdem alternativ: Kryotherapie (flüssiger Stickstoff im Sprüh- oder Kontaktverfahren).
In Einzelfällen wurde des Weiteren über Erfolge mit der photodynamischen Therapie (PDT) berichtet (2 Bestrahlungen pro Woche, über 4 Wochen (Metvix; Waldmann PDT 1200 L, 100 J/cm2).
Interne Therapie
Antimonpräparate (Antimon = Stibium = Sb): Grundsätzlich Mittel der Wahl bei Infektionen mit Leishmania brasiliensis! Natriumstibogluconat (z. B. Pentostam) enthält 10 % Antimon (100 mg/ml); Megluminantimonat (z. B. Glucantime) enthält 8,5 % Antimon (85 mg/ml). Dosierung: 20 mg/kg KG/Tag i.m. (schmerzhaft) oder langsam (über 10–20 Min.) durch kleinlumige Kanüle i.v. Cave! Venöse Thrombose! Bei der intravenösen Gabe soll das Medikament in 50 ml 5 %iger Glukose gelöst werden. Therapiedauer: 20 Tage bei kutanen Formen und 28–30 Tage bei mukokutanen Formen. Bei Auftreten toxischer Nebenwirkungen Dosis um 2 mg/kg KG Sb reduzieren. Eine klinische Abheilung tritt vielfach erst 4–6 Wochen nach Behandlungsende ein. Einzelne unkomplizierte Leishmanioseherde können auch intraläsional behandelt werden (1-3 ml der unverdünnten Lösung vom Rande aus in die Läsion applizieren! Siehe weiter oben; Prozedur 1–2 mal/Woche durchführen. Therapiedauer je nach Akuität der Läsion, 3–6 Wochen. Cave! Schmerzhaftigkeit, Toxizität für Herz und Leber!
Pentamidindiisethionat (z. B. Pentacarinat®): Therapie der Wahl für die diffuse kutane Leishmaniose sowie bei Therapieversagern der mukokutanen Formen. Dosierung: 4 mg/kg KG/Tag i.m., 1x/Woche, über mind. 4 Monate. Neuere Studien belegen auch eine Wirksamkeit bei kutaner Leishmaniose in einer niedrigen Dosierung von 2 mg/kg i.m., jeden 2. Tag, bis zu einem Maximum von 7 Injektionen.
Liposomales Amphotericin B (z. B. Ambisome®): Medikament der 2. Wahl, wenn pentavalentes Antimon kontraindiziert oder ineffektiv ist. ED: 0,5–1,0 mg/kg KG, jeden 2. Tag, insgesamt 20 Dosen.
Ketoconazol (z. B. Nizoral®): Mittel der Wahl bei Infektionen mit Leishmania mexicana, Leishmania panamensis und Leishmania major. Nicht oder unzureichend wirksam bei Leishmania brasiliensis, Leishmania tropica und Leishmania aethiopica. Dosierung: 600 mg/Tag (abends), über 4 Wochen.
Fluconazol (z. B. Diflucan®): In Studien sehr wirksam bei Infektionen mit L. major. Dosierung: 1x/Tag 200 mg p.o., über 6 Wochen.
Miltefosin (Impavido®): Für Erwachsene und Kinder ab dem 3. Lebensjahr 1,5–2,5 mg/kg KG/Tag über 28 Tage. Max. TD: 150 mg. Bei immungeschwächten Pat. ( HIV-Infizierte) ist evtl. eine längere Behandlung erforderlich. Vielversprechend sind auch die Therapieerfolge bei der kutanen Leishmaniose der Neuen Welt. Die Zulassung für diese Indikation ist in Pakistan und Kolumbien beantragt. Neuere Berichte weisen darauf hin, dass Miltefosin auch bei der kutanen L. der Alten Welt erfolgreich eingesetzt werden kann.
Verlauf/Prognose
Prophylaxe
Insektizide, geeignete Kleidung und Moskitonetze zur Vermeidung von Mückenstichen. Ggf. Beseitigung von Reservoiren (Hunde, Nagetiere).
Wichtig ist auch die Vektorenkontrolle. Phlebotomus papatasi, die Sandmücke, besitzt nur eine begrenzte Flugfähigkeit mit einem täglichen Aktionsradius von nur etwa 50 m bei einer maximalen Flughöhe von 1,50 m. An diesen Besonderheiten lassen sich weitere Präventionsmaßnahmen ausrichten.
Tabellen
|
Spezies |
Applikation |
Therapie |
Anwendung/Tagesdosis |
Therapiedauer |
|
L. major |
extern |
Paromomycin 15% |
2mal/Tag |
10 Tage, evtl. Wiederholung |
|
Alternativ: Hitzebehandlung z.B. mit Infrarotlampe (PDT) |
5 Min. auf 55 °C erwärmen |
1-2mal |
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|
Alternativ: Meglumin-Antimonat (85 mg Stibium/ml) |
1-3 ml lokale Infiltration |
1-2mal |
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|
systemisch |
Ketoconazol |
600 mg p.o. |
über 4 Wochen |
|
|
Alternativ: Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
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|
mukokutan: 28 Tage |
||||
|
|
||||
|
L. tropica |
extern |
Meglumin-Antimonat (85 mg Stibium/ml) |
1-3 ml lokale Infiltration |
1-2mal |
|
systemisch |
Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
|
|
mukokutan: 28 Tage |
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|
|
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|
L. aethiopica |
extern |
ungenügende Datenlage |
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|
systemisch |
Pentamidin |
1mal/Woche 4 mg/kg KG |
über 4 Monate |
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|
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|
L. brasiliensis |
extern |
nicht indiziert |
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|
systemisch |
Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
|
|
mukokutan: 28 Tage |
||||
|
|
||||
|
L. amazonensis |
extern |
nicht indiziert |
||
|
systemisch |
Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
|
|
mukokutan: 28 Tage |
||||
|
|
||||
|
L. guyanensis |
extern |
nicht indiziert |
||
|
systemisch |
Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
|
|
mukokutan: 28 Tage |
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|
|
||||
|
L. panamensis |
extern |
nicht indiziert |
||
|
systemisch |
Ketoconazol |
600 mg |
4 Wochen |
|
|
Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä i.m. oder i.v. |
kutan: 20 Tage |
||
|
mukokutan: 28 Tage |
||||
|
|
||||
|
L. mexicana |
extern |
Meglumin-Antimonat (85 mg Sb/ml) |
1-3 ml lokale Infiltration |
1-2mal |
|
systemisch |
Ketoconazol |
600 mg |
4 Wochen |
|
|
Alternativ: Antimonpräparat |
20 mg/kg KG Sb-Ä. |
kutan: 20 Tage |
||
|
mukokutan: 28 Tage |
||||
Hinweis(e)
Gehäuft wurden Resistenzen bei der Behandlung der Leishmaniasis mit Antimonpräparaten beobachtet.
Ggf. Kultur und PCR in einem Speziallabor durchführen lassen (z. B. Bernhard-Nocht-Instiut für Tropenmedizin, Hamburg).
Hinweis: Ein Giemsa-gefärbter Hautabstrich ist eine einfache Untersuchungsmethode, um Amastigoten nachzuweisen.
Fallbericht(e)
Bei einem fünf Jahre alten Mädchen traten mehrere Monate nach einem Aufenthalt auf Mallorca rote, 0,4–0,7 cm große, gering schmerzhafte, an der Oberfläche teils glatte, teils auch krustenbedeckte, flach erhabene, unscharf begrenzte Plaques und Knoten auf. Insgesamt bildeten sich drei Effloreszenzen aus. Die initial eingeleitete Behandlung mit einer fusidinsäurehaltigen Salbe war erfolglos.
Labor: komplett unauffällig
Histologie: typischer Befund mit Nachweis zahlreicher intrazellulärer Erreger, v. a. subepidermal
Diagnose: kutane Leishmaniose
Therapie: 5 %ige Paromomycin-Salbe mit 12 % Methylbenzethoniumchlorid 2x/Tag über 14 Tage. Nach 14 Tagen Wiederholung des Zyklus. Darunter komplette Abheilung.
LiteraturFür Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir
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