Curcumin

Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2020

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Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

CAS-Nr. 458-37-7; Kurkumagelb; Kurkumin

Definition

Orangegelbe Substanz, die nahezu unlöslich in Wasser, leicht löslich in Ethanol und Ether ist. 

Curcumin ist ein orangegelber Naturfarbstoff (Flavonoid), der aus Curcumae longae rhizoma, den Rhizomen von Curcuma longa, der aus Gelbwurzeln gewonnen wird, die in Indien und Südchina kultiviert und gewonnen werden.  

 

Wirkungen

Curcumin weist eine starke antioxidative, anti-inflammatorische, and antibakterielle Wirkung auf (Panahi Y eet al. (2019).

Weiterhin konnte in versch. Experimenten eine kardioprotektive Wirkung nachgewiesen werden. Curcumin senkt den Gesamtcholesterin-Spiegel, wirkt wundheilungsfördernd durch Aktivierung von Wachstumsfaktoren, sowie tierexperimentell neuroprotektiv. Im Darmepithel kann Curcumin die durch 5-Fluorouracil (5-FU) gesteigerte Expression der CXCL1-und CXCL2-Gene signifikant reduzieren.

Mehrere Studien liegen vor in denen Extrakte von Curcuma-Arten bei Patienten mit Arthrose überprüft wurden. Diese Patienten zeigten nach der Einnahme von Curcumin eine Verbesserung der Schmerzen, der körperlichen Funktion und der Lebensqualität. Sie berichteten auch über eine verringerte gleichzeitige Anwendung von Analgetika und Nebenwirkungen während der Behandlung.

In-vitro-Studien zeigten, dass Curcumin die Apoptose von Chondrozyten verhindern, die Freisetzung von Proteoglykanen und Metallmetalloproteasen sowie die Expression von Cyclooxygenase, Prostaglandin E-2 und entzündlichen Zytokinen in Chondrozyten unterdrücken kann (Chin KY 2016).

Der antiinflammatorische Mechanismus von Curcumin ist bisher nicht vollständig aufgeklärt. Nachweislich ist eine Hemmung des Interleukins-1β. Die hemmende Wirkung von Curcumin auf die Entzündungsaktivierung ist offenbar spezifisch für das NLRP3 Inflammasom, nicht jedoch für das NLRC4- oder das AIM2-Inflammasom (Yin H et al. 2018) .

 

Anwendungsgebiet/Verwendung

Färbemittel für Filterpapiere (Curcumapapier)

Antioxidativer Lebensmittelzusatzstoff (E 100 ).

Curcumin hemmt als Antioxidans die Leukotriensynthese (s. Leukotriene; IL-1 /Yin H et al. 2018) und Prostataglandinsynthese.

Curcumin scheint Arthrose-Schmerzen zu verbessern (Chin KY 2016)  

Curcumin hat protektive Effekte bei UV-induzierten Hautschäden (Panahi Y eet al. 2019).  

Literatur
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  1. Chin KY (2016) The spice for joint inflammation: anti-inflammatory role of curcumin in treating osteoarthritis. Drug Des Devel Ther10:3029-3042.
  2. Panahi Y eet al. (2019) Evidence of curcumin and curcumin analogue effects in skin diseases: A narrative  review.J Cell Physiol 234:1165-1178.
  3. Sahebkar A (2014) A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials investigating the effects of curcumin on blood lipid levels. Clin Nutr 33:406-414.
  4. Tejada S et al.(2016)  Wound Healing Effects of Curcumin: A Short Review. Curr Pharm Biotechnol 17:1002-1007.https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27640646
  5. Yao M et al. (2015) Neurological recovery  and antioxidant effects of curcumin for spinal cord injury in the rat: a network  meta-analysis and systematic review. J Neurotrauma 32:381-391.
  6. Yin H et al. (2018) Curcumin Suppresses IL-1β Secretion and Prevents Inflammation through Inhibition of the NLRP3 Inflammasome. J Immunol 200:2835-2846.

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Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2020