Individualrezeptur

Zuletzt aktualisiert am: 10.07.2026

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Definition

Als Individualrezeptur bezeichnet man eine Rezeptur die nicht auf eine Plausibilitätsprüfung zurückgreifen kann. In diesem Fall muss jede Apotheke vor und während der Herstellung eine eingehende Plausibilitätsprüfung durchführen. Die Individualrezeptur orientiert sich an den besonderen Gegebenheiten bei einzelnen Patienten. Sie ist eine Einzelanfertigung, die auf der Grundlage einer ärztlichen Verschreibung in der Apotheke hergestellt wird. Sie ist ausschließlich für den namentlich genannten Patienten bestimmt (Staubach P 2021).

Allgemeine Information

Eine Individualrezeptur ist von einer Magistralrezeptur abzugrenzen bei der die Rezeptur auf der Grundlage standardisierter und geprüfter (Rezeptur-) Vorschriften  hergestellt wird, in einschlägigen Veröffentlichungen zu finden ist und bereits auf Plausibilität überprüft wurde. Diese Voraussetzungen sind insbesondere dann gegeben, wenn auf Sammlungen von entsprechenden Empfehlungen, zurückgegriffen wird. 

Nachteile einer Individualrezeptur:

  • Kürzere Haltbarkeit als Fertigarzneimittel
  • Höherer Herstellungsaufwand
  • Qualitätskontrolle liegt in der Verantwortung der herstellenden Apotheke
  • Häufig höhere Kosten

Literatur

  1. Staubach P (2021) Kinderdermatologie – was ist beim Rezeptieren zu beachten? Hautarzt 72: 194-198

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