Feigenkaktus

Autor:Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 28.01.2026

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Synonym(e)

Le Figuier de Barbarie; Opuntia ficus-indica; Prickly pear

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Definition

Ein Kakteengewächs mit oder ohne Dornen, mit kurzem Stamm scheibenartigen, flachen Stammgliedern und einer Wuchshöhe von bis zu 6 m. Gelbe oder rote Blüten und wohlschmeckenden Früchten, die Kaktusfeigen. Herkunft: Wüsten Mittelamerikas und Mexikos, heute weltweit in warmen Regionen und als Zimmerpflanzen beliebt.  Blütezeit: April bis Mai, Fruchtreife: September bis Oktober.

Erfahrungsheilkunde: überliefert von Ureinwohnern Mexikos: Arteriosklerose, Diabetes und Gastritis; in Europa gegen Skorbut eingesetzt.

 

Nahrungsmittel: Kaktusfeigen werden als Frischobst, für Marmelade, Pudding, Likör, auch als Gemüse und Salat eingesetzt. Aus den Samenkernen gewinnt man Kaktusfeigenöl. 

Tiefutter: In Trockenregionen für Ziegen und Kühe, hierdurch weniger Wasser- und Getreidefutterbedarf. 

 

Kosmetikindustrie: als Grundstoff für Body lotions, Shampoos, Cremes und als Aromastoff. s.a. Opuntia tuna flower/stem extract (INCI)Opuntia coccinellifera fruit extract (INCI)Opuntia coccinellifera flower extract (INCI)

 

Inhaltsstoffe

Phytosterole, Mineralstoffe, Spurenelemente, zahlreiche Vitamine, insbesondere Vitamin C. 

Wirkungen

Beschrieben werden antioxidative, analgetische, antiinflammatorische, mild diuretische und Tumorzellhemmende Wirkungen. Desweiteren antimikrobielle, hepato-, cardio- und neuroprotektive Wirkungen.

Im Tiermodell Nachweis der cholesterinsenkenden, antioxidativen, hypoglykämischen und neuroprotektiven Wirkung. Desweiteren Reduktion des Körperfettes und BMI, Senkung von Blutdruck und Cholesterin, positive Effekte bei Asthma bronchiale, Verdauungsstörungen und wundheilungsfördernd.

Unerwünschte Wirkungen

Vorsicht bzgl. der Verletzung durch die Dornen der Pflanze. Die sog. Glochidien des Feigenkaktus sind mit Widerhaken besetzt, spießen sich bei Berührung tief in die Haut ein und lassen sich nur schwer entfernen. Es kommt zu Entzündungen und Ausbildung von Fremdkörpergranulomen.

Literatur

  1. Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 501-504
  2. Silva MA et al. (2021) Opuntia ficus-indica (L.) Mill.: A Multi-Benefit Potential to Be Exploited. Molecules 11;26(4):951. doi: 10.3390/molecules26040951. PMID: 33670110; PMCID: PMC7916838.
  3. Giraldo-Silva L et al. (2023) Opuntia ficus-indica Fruit: A Systematic Review of Its Phytochemicals and Pharmacological Activities. Plants (Basel) 25;12(3):543. doi: 10.3390/plants12030543. PMID: 36771630; PMCID: PMC9919935.

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