Dieffenbachie

Autor:Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

Alle Autoren dieses Artikels

Zuletzt aktualisiert am: 11.01.2026

Synonym(e)

American arum; Canne qui rend muet; Dieffenbachia seguine; Dumbcane; Pédiveau vénéneux

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Definition

Immergrüne krautige, bis zu 1 m hohe Pflanze mit ovalen fleischigen, bis zu 35 cm  langen Blättern,  charakteristische Blüten
mit zentralem weißlich bis gelblichem bleistiftdickem Kolben und umgebendem grünen Hüllblatt. Der Kolben besteht aus kleinen Blüten, aus denen sich später orangefarbene oder scharlachrote Beeren entwickeln. Blütezeit: März bis Juni, Fruchtreife:  August bis Oktober. Ursprungsländer: Tropische Regionen Amerikas, Urwälter Mexikos, Mittel- und Südamerika, heute weltweit als Zimmerpflanze beliebt. Alle Pflanzenteile sind giftig!

Phytotherapeutische Anwendung: früher als Gurgelwässer oder feuchtwarme Kompressen, auch bei Pruritus vulvae. Homöopathisch bei Ejaculatio praecox, Erektionsstörungen, Balanoposthitis, Libidoverlust, milden Blasenkrämpfen,
In Südamerika auch zur zeitlich begrenzten Sterilität bei Frauen eingesetzt, ebenso bei Sterilisationsexperimenten im Konzentrationslager Auschwitz. 

Keine Monographien.


freier Oxalsäure bzw. nicht wasserlösliches Calcium-

Inhaltsstoffe

Oxalsäure, nicht wasserlösliches Calciumoxalat, Alkaloide, Phenole, HarzsäurenSaponine.

Unerwünschte Wirkungen

Rötungen und urtikarielle, auch angiomatöse Schwellungen im Schleimhautbereich bei Verzehr, brennende Schmerzen, ggf. Sprechbehinderung und Schluckbeschwerden, Atemnot.

Literatur

  1. Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 441-445

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