Leberhautzeichen

Autor:Dr. med. S. Leah Schröder-Bergmann

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Zuletzt aktualisiert am: 02.08.2026

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Erstbeschreiber/Historie

Im Jahre 1929 beschrieb John E. Lane als Erster das Palmarerythem, 1931 Baron Guillaume Dupuytren die Dupuytrensche Kontraktur, Spider naevi wurden in den 1940er Jahren erstmals von Erasmus Wilson beschrieben und 1954 beschrieb Richard Terry die Weißnägel.

Definition

Als Lederhautzeichen werden klinische, insbesondere die Haut betreffende Veränderungen bezeichnet, die überwiegend bei chronischen Lebererkrankungen auftreten (Pschyrembel online). Lederhautzeichen korrelieren allerdings nicht immer mit der Schwere der Erkrankung (Dirschka 2021).

Einteilung

Zu den Leberhautzeichen zählen:

Vorkommen

Spider naevi findet man bei 10 – 15 % der gesunden Bevölkerung. Hinsichtlich der Lebererkrankungen liegt die Prävalenz bei 33 % (Jimenez 2024).

Bei ca. 50 % der Schwangeren treten diskrete Leberhautzeichen auf, die sich postpartal wieder zurückbilden (Herold 2025).

Bei Diabetikern finden sich insbesondere Palmarerythem und Dupuytrensche Kontraktur (Müting 1985).

Ätiologie

Leberhautzeichen können auftreten bei:

  • chronischen Lebererkrankungen insbesondere Leberzirrhose
  • Schwangerschaft

Bei ca. 50 % aller Schwangeren treten diskrete Leberhautzeichen auf, die sich postpartal wieder zurückbilden (Herold 2025).

Hier finden sich insbesondere Palmarerythem und Dupuytrensche Kontraktur (Müting 1985).

Leberunspezifisch hingegen sind:

  • Weißnägel
  • Teleangiektasien (Müting 1985)

Pathophysiologie

  • Palmarerythem:

Dieses wird hervorgerufen durch hohe Serumspiegel an Östrogenen, vaskulärem endothelialem Wachstumsfaktor und der Substanz P, einem Neurotransmitter (Jimenez 2024).

  • Spider naevi:

Sie werden durch hohe Östrogenspiegel und Gefäßerweiterungen hervorgerufen. Diese korrelieren mit dem Schweregrad der Lebererkrankung (Jimenez 2024).

  • Caput medusae:

Bedingt durch eine portale Hypertension kann sich die Nabelvene, die sich normalerweise im frühen Kindesalter verschließt, wieder öffnen. Das Blut aus dem Pfortadersystem gelangt dann über periumbilikale Venen in die Nabelvene und wird von dort in Venen der Bauchwand umgeleitet (Jimenez 2024).

  • Petechien und Ekchymosen:

Diese stehen in Zusammenhang mit den Gerinnungsstörungen der Leber (Jimenez 2024).

Manifestation

Dermatologische Manifestationen sind oftmals die primären und auffälligsten Anzeichen einer Lebererkrankung (Jimenez 2024).

Literatur

  1. Antwerpes F et al. (2018) Leberhautzeichen. Doc Check Flexikon https://flexikon.doccheck.com/de/Leberhautzeichen
  2. Dirschka T, Oster-Schmidt C, Schmitz L (2021) Klinikleitfaden Dermatologie. Elsevier Urban und Fischer Verlag Deutschland 170 -171
  3. Herold G et al. (2025) Innere Medizin. Herold Verlag 545
  4. Jimenez S M (2024) Cutaneous Manifestations of Liver Disease: A Narrative Review. Cureus 16 (9) doi: 10.7759/cureus.70357.
  5. Kasper D L, Fauci A S, Hauser S L, Longo D L, Jameson J L, Loscalzo J et al. (2015) Harrison‘s Principles of Internal Medicine. Mc Graw Hill Education
  6. Müting D, Sperr K, Müting C, Perisoara A (1985) Leberhautzeichen: Ihre Bedeutung für Diagnose und Prognose von chronischen Lebererkrankheiten. Deutsches Ärzteblatt Ausgabe A Heft 23 1780 - 1785
  7. Pschyrembel online. Leberhautzeichen. https://www.pschyrembel.de/Leberhautzeichen/K0CN3

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