GAB2-Gen

Zuletzt aktualisiert am: 27.10.2026

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Keywords

GRB2-assoziierte Bindungsprotein 2; GAB-Genfamilie; Pleckstrin-Homologie-Domäne; Osteoklastendifferenzierung; Growth Factor Receptor Bound Protein 2-assoziiertes Protein 2; 

Definition

Das GAB2 -Gen (GAB2 steht für: GRB2-assoziierte Bindungsprotein 2) ist ein Protein-kodierendes Gen, das auf Chromosom 11q13.4–q13.5 lokalisiert ist. GAB2 kodiert für das GRB2-assoziierte Bindungsprotein 2, einen Adapter, der Signale von Zytokin- und Wachstumsfaktorrezeptoren sowie von Antigenrezeptoren der T- und B-Zellen weiterleitet. Es gehört zur GAB-Genfamilie (Abbeyquaye T et al. 2003) und enthält eine Pleckstrin-Homologie-Domäne (PH-Domäne).

Allgemeine Information

Gab/DOS-Proteine integrieren und verstärken Signale von Wachstumsfaktor-, Zytokin- und Antigenrezeptoren sowie von Zelladhäsionsmolekülen. Zudem diversifizieren sie Signale, indem sie die von aktivierten Rezeptoren stammenden Informationen in Signalwege mit unterschiedlichen biologischen Funktionen leiten. Gab-Proteine unterliegen einer komplexen Regulation durch Vorwärts- und Rückkopplungs-Phosphorylierungsprozesse sowie durch Protein-Protein-Wechselwirkungen. Gab/DOS-Docking-Proteine organisieren ganze Signalsubsysteme und erfüllen dadurch eine wichtige, wenn nicht sogar wesentliche Rolle in vielen physiologischen Prozessen. GAB2 ist an verschiedenen Differenzierungsprozessen im hämatopoetischen und im Nervensystem beteiligt. Insbesondere weisen GAB2-defiziente Mäuse eine gestörte Osteoklastenentwicklung und folglich Osteopetrose auf. GAB2 ist zudem essenziell für die FceRI-vermittelte Degranulation von Maus-Mastzellen.

Mastzelldegranulation: GAB2 bindet an die SHP2-Tyrosinphosphatase und das GRB2-Adapterprotein und wirkt als Hauptaktivator der Phosphatidylinositol-3-Kinase als Reaktion auf die Aktivierung des hochaffinen IgE-Rezeptors. Es ist an der Signalübertragung der Protein-Tyrosinkinase an der Zelloberfläche, der Signalübertragung der Phosphatidylinositol-3-Kinase/Proteinkinase B, der positiven Regulation der Proliferation von Zellpopulationen, der positiven Regulation der Mastzelldegranulation und der Osteoklastendifferenzierung beteiligt.

Osteoklastendifferenzierung: Es wurde festgestellt, dass GAB2 eine Rolle bei der Osteoklastendifferenzierung spielt. GAB2 interagierte mit der C-terminalen Domäne von RANK (603499) und vermittelte die Differenzierung über einen Signalweg, an dem NF-κB (siehe 164011), AKT (siehe AKT1; 164730) und JNK beteiligt waren (siehe MAPK8; 601158).

GAB2 ist auf 11q13.4–q13.5 lokalisiert, einer Region, die bei menschlichem Brustkrebs häufig amplifiziert ist, und wird in Brustkrebszelllinien und Primärtumoren überexprimiert. Die Koexpression von GAB2 mit antiapoptotischen Onkogenen führte zu einer Luminalfüllung, während die Koexpression mit NEU (auch bekannt als ERBB2 und HER2; 164870) einen invasiven Phänotyp zur Folge hatte. Diese Wirkungen von GAB2 wurden durch eine Hyperaktivierung des SHP2-ERK-Signalwegs vermittelt. GAB2 ist in einigen GAB2-überexprimierenden menschlichen Brusttumoren amplifiziert. Es wird vermutet dass Wirkstoffe, die auf GAB2 oder GAB2-abhängige Signalwege abzielen, für die Behandlung von Brusttumoren nützlich sein könnten, die GAB2 oder HER2 oder beides überexprimieren.

Literatur

  1. Abbeyquaye T et al.(2003) Evolution of Gab family adaptor proteins. Gene 311:43-50.
  2. Kramer MH et al. (2025) Overexpression of the signaling coordinator GAB2 can play an important role in acute myeloid leukemia progression. J Clin Invest 135:e195929.
  3. Sármay G et al. (2006) The multiple function of Grb2 associated binder (Gab) adaptor/scaffolding protein in immune cell signaling. Immunol Lett 104:76-82.
  4. Zhang Y et al. (2023) Association of GAB1 gene with asthma susceptibility and the efficacy of inhaled corticosteroids in children. BMC Pulm Med 23:493.

Zuletzt aktualisiert am: 27.10.2026