Hämorrhagisches Omsk-FieberA98.1

Autor:Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Co-Autor:Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

Alle Autoren dieses Artikels

Zuletzt aktualisiert am: 06.03.2020

This article in english

Synonym(e)

Hämorrhagisches Omsk Fieber; Hämorrhagisches-Omsk-Fieber; Omsk-Fieber, hämorrhagisches; Omsk Hämorrhagisches Fieber; Omsk hemorrhagic Fever

Kostenlose Fachkreis-Registrierung erforderlich

Bitte melden Sie sich an, um auf alle Artikel, Bilder und Funktionen zuzugreifen.

Unsere Inhalte sind ausschließlich Angehörigen medizinischer Fachkreise zugänglich. Falls Sie bereits registriert sind, melden Sie sich bitte an. Andernfalls können Sie sich jetzt kostenlos registrieren.


Kostenlose Fachkreis-Registrierung erforderlich

Bitte vervollständigen Sie Ihre Pflichtangaben:

E-Mail Adresse bestätigen
oder
Fachkreisangehörigkeit nachweisen.

Jetzt abschließen

Definition

Durch Zecken (Dermocentor-Arten) übertragenes hämorrhagisches Fieber (Arbovirose; Genus Flavivirus, Familie Flaviviridae). In den Zecken wird er Erreger transstadial und transovariell auf die Nahckommen weitergegeben. Ein sylvatischer Kreislauf unter wildlebenden Kleinsäugern wird vermutet. Hierbei scheinen Milben eine Rolle zu spielen. Die Infektion wird durch den Zeckenstich weitergegeben. Eine direkte aerogene Infektion von Mensch zu Mensch erscheint möglich. 

Erreger

Omsker hämorrhagische Fieber-Virus, zur Familie der Flaviviridae gehörend.

Vorkommen/Epidemiologie

Wirt: Nager, Bisamratte.

Erstbeschreibung: 1944/45 in Westsibirien (Omsk). 

1945 u. 1948 wurden zwei Epidemien (nur in den feuchten Waldsteppen der nördlichen Bezirke um Omsk)  mit 200 bzw. 600 Fällen beschrieben. Z. Zt. werden keine Fälle gemeldet.

Klinisches Bild

Inkubationszeit: 3-8 Tage.

Beginn mit hohem Fieber das in 30-50% der Fälle biphasisch verläuft. Weiterhin, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Myalgien, Lymphadenitis, Nasenbluten, Hämatemesis, Meläna.

Am Integument imponiert die Blutungsneigung mit multiplen Hämorrhagien und Purpura.

Zudem zeigen sich ein palatinales Enanthem und z.T. konjuktivale Injektion und/oder Epistaxis. Gastrointestinale Blutungen sind möglich. Nicht selten Enzephalitiden.

Therapie

Symptomatisch.

Verlauf/Prognose

Letaler Verlauf in 1-20% der Fälle.

Literatur

  1. Lin D et al. (2003) Analysis of the complete genome of the tick-borne flavivirus Omsk hemorrhagic fever virus. Virology 313:81-90.
  2. Pulkkinen LIA et al.(2018) Tick-Borne Encephalitis Virus: A Structural View. Viruses 10:350.
  3. Volk DE et al. (2006)  Structure of the envelope protein domain III of Omsk hemorrhagic fever virus. Virology 351:188-195.

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 06.03.2020