Lupine

Autoren:Prof. Dr. med. Peter Altmeyer, Prof. Dr. med. Martina Bacharach-Buhles

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Zuletzt aktualisiert am: 13.11.2017

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Definition

Die Lupine (Lupinus) oder Wolfsbohne gehört zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblütler (Faboideae) und zur Unterfamilie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Verwandte Arten sind etwa Erbse, Kichererbse und Erdnuss.

Allgemeine Information

In Mitteleuropa trifft man die Vielblatt-Lupine (Lupinus polyphyllus) am häufigsten an. Sie ist eine beliebte Gartenpflanze. Lupine reichern den Boden mit Stickstoff an, was in der Landwirtschaft erwünscht sein kann. Wegen der hohen Eiweißqualität der Körnerfrüchte ersetzen diese Soja als Viehfutter. Aus Lupinensamen wird ein Tofu-ähnliches Produkt (Lopino) für die menschliche Ernährung hergestellt. Eingelegte Lupinenkerne sind in Süd- und Südwesteuropa ein beliebter Snack in Gaststätten. Lupinenmehl wird zunehmend in der Lebensmittelindustrie (z.B. in Keksen, Spaghetti oder Kuchenteilchen) eingesetzt und muss erst ab einem Anteil von 5% deklariert werden.

Hydrolysierte Proteine aus Lupinensamen (hydrolyzed lupine protein) werden in kosmetischen Rezepturen verwendet. 

Komplikation(en)

Lupinensamen enthält ein (hitzestabiles!) Speicherprotein das in einem hohen Prozentsatz (70-80%) eine Kreuzreaktion mit dem Ara-h-1-Allergen der Erdnuss aufweist (Gefahr eines oralen Allergie-Syndroms).

Therapie allgemein

Bei Sensibilisierungen gegen Lupinenmehl ist eine Meidung der entsprechenden Nahrungsmittel zwingend erforderlich. Ebenso sind Ernussprodukte zu vermeiden.

Literatur

  1. Brennecke S et al. (2007) Anaphylaktische Reaktion auf Lupinenmehl. JDDG 9: 774-777
  2. Rojas-Hijazo B et al. (2006) Unsuspected lupin allergens hidden in food. Int Arch Allergy Immunol 141: 47-50

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