Engelstrompete
Synonym(e)
Definition
Zu den Nachtschattengewächsen gehörende kräftige 2 bis 5 Meter hohe, giftige Sträucher mit grob gelappten Laubblättern, kennzeichnenden großen, herabhängenden, glockenförmigen, bis zu 30 cm langen, gelbe oder weißlich rosafarbenen Blüten und walnussgroße Beerenfrüchten. Alle Pflanzenorgane, Wurzel, Blätter und Blüten sind giftig. Blütezeit: August bis Oktober, Fruchtreife: Dezember bis Februar
Vorkommen: Ursprünglich aus den Anden Südamerikas, zwischenzeitlich weltweit.
Keine anerkannte phytotherapeutische Anwendung, dekorative Zierpflanzen. Aufgrund der enthaltenen Tropanalkaloide (Scopolamin, Hyoscyamin) Missbrauch als Halluzinogene.
Inhaltsstoffe
Scopolamin, Atropin, Hyoscyamin, Cuskhygrin.
Unerwünschte Wirkungen
Atropin-artige Wirkungen, Mydriasis, Mundtrockenheit, Anhidrose. Tachyarrhythmie, Verwirrung, Desorientierung, Erregungszustände, Paranoia, Halluzinationen, Delirium, Amnesie, Übelkeit, Erbrechen, auch Obstipation, Vergiftungen bis zu Todesfällen. Zentral dämpfend, auch bei Kontakt von ungeschützer Haut mit Pflanzenteilen oder transkonjunktionaler Resorption durch Reiben der Augen nach Kontakt mit der Pflanze, aber auch durch Pollenexposition.
s.a. Atropin-Vergiftung
Literatur
- Montag A (2023) Pflanzen und Haut. Springer-Verlag GmbH. S. 483-486
- https://www.awl.ch/heilpflanzen/brugmansia/engelstrompeten.htm