Seitdem Mpox (Affenpocken) beim Menschen erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) diagnostiziert wurden, hat sich die Krankheit auch auf andere Regionen Afrikas (vor allem West- und Zentralafrika) ausgebreitet. Seit 2003 hat die einfuhr- und reisebedingte Ausbreitung außerhalb von Afrika gelegentlich zu Ausbrüchen geführt. Interaktionen/Aktivitäten mit infizierten Tieren oder Personen sind Risikoverhaltensweisen, die mit dem Erwerb von Affenpocken in Verbindung gebracht werden. Neuere Untersuchungen zeigen eine Eskalation der Affenpockenfälle, insbesondere in der hochendemischen Demokratischen Republik Kongo, aber auch eine Ausbreitung auf andere Länder und einen Anstieg des mittleren Alters von Kleinkindern auf junge Erwachsene. In den afrikanischen Großstädten wie Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) oder Freetown (Sierra Leone) erfolgt die Infektion typischerweise über heterosexuelle Kontakte.
Der im Jahr 2022 beobachtete Anstieg der Infektionen in Deutschland betraf laut RKI v. a. Männer, die Sex mit Männern haben (Mitteilung des RKI 2022).
Die im Oktober 2023 bei einer Arbeiterin in einer illegalen Goldmine im Kongo erstmals nachgewiesesen Ib-Variante des Mpox-Virus hat sich inzwischen über das gesamte äquatoriale Afrika ausgebreitet. Mehrere genetische und infektionsepidemiologische Merkmale der neuen Variante machen das Mpox-Virus Ib hochgefährlich (Maluquer de Motes C et al. 2025). In Zentralafrika zirkuliert Mpox innerhalb bestimmter Arten von Säugetieren. Ekichhörnchen (Funisciurus spp., Heliosciurus spp. Xerus spp.) und Mäuse sind die wichtigsten Tierreservoire, von denen die Erreger auf den Menschen überspringen. Kinder sind in der Regel das erste Glied in der humanen Infektionskette.
Die im Jahre 2022 in Zentralafrika nachgewiesene IIb-Variante zirkuliert ebenfalls.
Weitere informationen s.u. Affenpocken