VASP

Zuletzt aktualisiert am: 23.04.2026

Synonym(e)

The focal adhesion phosphoprotein; Vasodilatator-stimulated phosphoprotein; Vasodilatator-stimuliertes Phosphoprotein

Kostenlose Fachkreis-Registrierung erforderlich

Bitte melden Sie sich an, um auf alle Artikel, Bilder und Funktionen zuzugreifen.

Unsere Inhalte sind ausschließlich Angehörigen medizinischer Fachkreise zugänglich. Falls Sie bereits registriert sind, melden Sie sich bitte an. Andernfalls können Sie sich jetzt kostenlos registrieren.


Kostenlose Fachkreis-Registrierung erforderlich

Bitte vervollständigen Sie Ihre Pflichtangaben:

E-Mail Adresse bestätigen
oder
Fachkreisangehörigkeit nachweisen.

Jetzt abschließen

Definition

VASP ist das Akronym für: Vasodilatator-stimulated phosphoprotein. VASP gehört zur Familie der Ena/VASP-Proteine. VASP ist ein Aktin-assoziiertes Phosphoprotein der Ena/VASP-Familie, das durch cAMP/cGMP-abhängige Kinasen reguliert wird und eine Schlüsselrolle in der Organisation des Aktinzytoskeletts, der Zelladhäsion und der Zellmigration spielt. VASP ist als zytoskelettassoziiertes Protein an Aktinfilamenten, an fokalen Adhäsionen oder an Zell-Zell-Kontakten lokalisiert (Holt MR et al. 1998).

Allgemeine Information

VASP spielt eine zentrale Rolle bei der Aktin-Dynamik. Hier v.a. bei:

  • der Förderung der Aktin-Polymerisation
  • der Regulation von Zellmigration und Zellform
  • Stabilisierung von Aktinfilamenten (anti-capping Funktion)
  • VASP ist beteiligt an Beteiligung an Filopodien- und Lamellipodienbildung (anti-capping Funktion)

Der Name VASP weist bereits auf die Regulation hin. Seine Phosphorylierung erfolgt durch:

  • PKA (cAMP-abhängig)
  • PKG (cGMP-abhängig)

Seine Aktivierung erfolgt durch vasodilatierende Signale (z. B. NO und cGMP).

Klinik

VASP ist wichtig bei:

Thrombozyten-/Leukozyten-Muskelzellfunktionen: Ena/VASP-Proteine regulieren dynamische zelluläre Prozesse, die von Membranausstülpungen und -transport über Zell-Zell- und Zell-Matrix-Adhäsionen bis hin zur Erzeugung mechanischer Spannung und kontraktiler Kraft reichen. Ena/VASP-Proteinen spielen eine wichtige Rolle für die Funktion von Thrombozyten, Leukozyten, Endothelzellen, glatten Muskelzellen und Kardiomyozyten (Benz PM et al. 2023).

VASP ist ein Marker für die Aktivität von NO/cGMP-Signalwegen

VASP hat eine klinische Relevanz bei:

  • kardiovaskulären Erkrankungen
  • Tumorzellmigration/Metastasierung: VASP aktiviert die AKT- und ERK-Signalwege und die Migration und Invasion von hepatozellulären Karzinomzellen (HCC) in vitro und in vivo. Eine Vielzahl von hypoxieinduzierten molekularen Mechanismen führt zu einer Hochregulation von VASP auf transkriptioneller und posttranskriptioneller Ebene. VASP wird als Onkogen der HCC-Pathogenese und -Metastasierung betrachtet. Es hat das Potenzial, als prognostischer Biomarker zu dienen (Liu Z et al. 2018).

Literatur

  1. Benz PM et al. (2023) Cardiovascular Functions of Ena/VASP Proteins: Past, Present and Beyond. Cells 12:1740.
  2. Hansen SD et al. (2010) VASP is a processive actin polymerase that requires monomeric actin for barbed end association. J Cell Biol 191:571-584.
  3. Holt MR et alk. (1998) The focal adhesion phosphoprotein, VASP. Int J Biochem Cell Biol 30:307-311.
  4. Krause M et alk. (2002) The Ena/VASP enigma. J Cell Sci. 2002 Dec 15;115(Pt 24):4721-6.
  5. Liu Z et al.(2018) Hypoxia-induced up-regulation of VASP promotes invasiveness and metastasis of hepatocellular carcinoma. Theranostics 8:4649-4663.

Zuletzt aktualisiert am: 23.04.2026