Laser-PTCA

Autor:Dr. med. S. Leah Schröder-Bergmann

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Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2026

Synonym(e)

ELCA; Excimer-Laser-Koronarangioplastie; Katheter-Rekanalisationsverfahren; perkutane koronare Intervention

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Erstbeschreiber/Historie

Die erste Möglichkeit, perkutan mit Hilfe von Kathetern Gefäße aufzudehnen, stammt von Dotter aus dem Jahre 1964. Diese Methode blieb jedoch lange Zeit ungeachtet. Erst 1974 entwickelte Andreas Grüntzig einen hochdruckgeeigneten Ballonkatheter (Günther 1989).

In den 1980er- Jahren wurde die Laser-Koronarangioplastie eingeführt, die jedoch wegen der hohen Kosten, der unzufriedenen Ergebnisse und zahlreicher Komplikationen enttäuschte. Im selben Jahrzehnt wurde dann der sog. „Excimerlaser“ entwickelt, der eine präzise Ablation bei minimaler thermischer Schädigung des Gewebes ermöglichte. Der Excimerlaser wurde 1988 erstmals erfolgreich bei einem Patienten in Los Angeles eingesetzt (Mahmood 2023).

Definition

Hierbei handelt es sich um ein neueres Verfahren der PTCA, bei dem Plaquematerial der Koronarien mit einem Hochfrequenzlaser entfernt wird (HKZ Hersfeld-Rotenburg 2026). Diese Methode stellt eine sichere und effektive Ergänzung zur konventionellen perkutanen Koronarintervention (PCI) dar (Mahmood 2023).

Allgemeine Information

Indikationen:

- nicht dilatierbare Läsionen bzw. ballonunpassierbare Läsionen

- mäßig verkalkte Läsionen

- chronischer totaler Verschluss

- ostiale Läsionen

- exzentrische Läsionen

- Lange (> 20 mm) Läsionen

- in-Stent-Restenose

- bei unzureichend expandierten, nicht vollständig entfalteten Stents

- bei Modifikationen der proximalen Kappe

- multifokale, thrombotische Läsionen des Saphena-Venen Bypasses (Mahmood 2023)

 

Kontraindikationen:

Absolute Kontraindikationen gibt es nicht, relative Kontraindikationen stellen dar:

- Koronardissektion

- akute Winkelung (> 45°)

- ungeschützte linke Hauptkoronararterie (Mahmood 2023)

 

Vorbereitungen:

Während der Behandlung müssen alle Anwesenden einschließlich des Patienten getönte Schutzbrillen tragen. Der Raum muss über getönte Fensterscheiben verfügen und sämtliche Türen geschlossen werden (Mahmood 2023).

Lokalisation

Den Haupteinsatzort für eine Laser-PTCA stellen Läsionen dar, die mit konventionellen Ballons nicht passierbar oder nicht dilatierbar sind (Mahmood 2023).

Literatur

  1. Antwerpes et al. (2025) Perkutane transluminale Koronarangioplastie. DocCheck Flexikon. Doi: https://flexikon.doccheck.com/de/Perkutane_transluminale_Koronarangioplastie
  2. Günther (1989) Laserangioplastie und Gefäßendoprothesen. Dtsch. med. Wschr. 114: 435 - 438
  3. Herold G et al. (2018) Innere Medizin. Herold Verlag 248
  4. Herz-Krieslauf-Zentraum Klinikum Hersfeld_ Rotenburg (2026) Laserangioplastie. Doi: https://www.herz-kreislauf-zentrum.net/klinik_fuer_kardiologie_angiologie_und_intensivmed/leistungsspektrum/rotablation_laser_koronarangioplastie/rotablation_laser_koronarangioplastie.html
  5. Johannsson T, Mathis S, Mittermayr T (2010) Laserangioplastie der Koronargefäße bei chronischen Totalverschlüssen und kalzifizierten Stenosen – Ein systematischer Review. J Kardiol. 17: 11-12
  6. Mahmood U A, Hajj G (2023) Excimer Laser Coronary Angioplasty. StatPearls. Doi: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK563198/

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Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2026