ITGA2B-Gen

Zuletzt aktualisiert am: 22.09.2026

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Synonym(e)

AlphaIIb Protein; BDPLT16; BDPLT2; CD41 Antigen; CD41B; FMAIT2; Glycoprotein IIb; GPIIb; HPA3; Integrin, Alpha 2b (Platelet Glycoprotein IIb Of IIb/IIIa Complex, Antigen CD41); Integrin Alpha-IIb; ITGAB; Platelet Glycoprotein IIb Of IIb/IIIa Complex; Platelet Membrane Glycoprotein IIb,Integrin, Alpha 2b (Platelet Glycoprotein IIb Of IIb/IIIa Complex, Antigen CD41B); PPP1R93; Protein Phosphatase 1, Regulatory Subunit 93

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Definition

Das ITGA2B-Gen (ITGA2B steht für: Integrin subunit alpha 2b) ist ein Protein-kodierendes Gen, das auf Chromosom 17q21.31 lokalisiert ist. Ein wichtiges Paralog dieses Gens ist ITGA8.

Allgemeine Information

Dieses Gen kodiert für ein Mitglied der Proteinfamilie der Integrin-Alpha-Ketten. Das kodierte Präproprotein wird proteolytisch verarbeitet, wodurch leichte und schwere Ketten entstehen, die sich über Disulfidbrücken zu einer Untereinheit des Zelladhäsionsrezeptors Alpha-IIb/Beta-3-Integrin verbinden. Dieser Rezeptor spielt eine entscheidende Rolle im Blutgerinnungssystem, indem er die Verknüpfung aktivierter Thrombozyten durch Fibrinogen vermittelt. Er ist damit wesentlich für die Thrombozytenaggregation (Nurden AT et al. 2011).

Die Hochregulation für das αIIb-Protein in Thrombozyten bei Sepsis ist mit einer erhöhten Sterblichkeitsrate verbunden. Tierexperimentell führt die Abnahme des ITGA2B-Spiegels zu einer erhöhte Sterblichkeit bei septischen Mäusen (Jiang J et al. 2023). Mittels Analyse der Transkriptomprofile der Thrombozyten (mittels RNA-Sequenzierung) lässt sich darrstellen, dass ITGA2B die Expression von PTPN6 in Megakaryozyten über die Transkriptionsfaktoren NF-κB1 und Rel hochreguliert. Darüber hinaus hemmt PTPN6 die Apoptose und Nekroptose von Thrombozyten während einer Sepsis, indem es auf die Ripk1/Ripk3/Mlkl- und Caspase-8-Signalwege einwirkt.

Klinik

Biallelische pathogene ITGA2B-Varianten verursachen eine Glanzmann-Thrombasthenie mit gestörter Thrombozytenaggregation und mukokutaner Blutungsneigung. Bestimmte heterozygote Varianten können dagegen eine autosomal-dominante Makrothrombozytopenie mit großen, vermindert zahlreichen Thrombozyten hervorrufen. Der Erbgang hängt somit von der jeweiligen Variante und ihrer Wirkung auf αIIbβ3 ab.

Hinweis(e)

Integrine sind ubiquitär exprimierte Adhäsionsmoleküle. Es handelt sich um Zelloberflächenrezeptoren, die als Heterodimere aus Alpha- und Beta-Untereinheiten vorliegen. Unter physiologischen Bedingungen sind Integrine stark glykosyliert und enthalten ein Ca²⁺- oder Mg²⁺-Ion, das für die Ligandenbindung unerlässlich ist.

Literatur

  1. Ferrari S et al. (2026) Clinical and Genetic Characterization of 269 Patients With Suspected Inherited Platelet Disorders: The Padua Monocentric Experience. Int J Lab Hematol 48:856-865.
  2. Jiang J et al. (2023) Platelet ITGA2B inhibits caspase-8 and Rip3/Mlkl-dependent platelet death though PTPN6 during sepsis. iScience 26:107414.
  3. Nurden AT et al. (2011) Glanzmann thrombasthenia: a review of ITGA2B and ITGB3 defects“. Blood 118:5996–6005.

Zuletzt aktualisiert am: 22.09.2026