COFS-Syndrom

Zuletzt aktualisiert am: 03.09.2026

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Synonym(e)

Cerebro-oculo-facio-skeletal-syndrome; Pena-Shokeir-Syndrom Typ II

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Keywords

Nukleotidexzisionsreparatur;NER; Störungen der zellulären DNA-Reparatur; Photosensibilität; MICRO syndrome;

Definition

Das COFS-Syndrom (COFS  steht für: Cerebro-Oculo-Facio-Skelettales Syndrom) bildet klinisch das schwerste, pränatale Extrem des Cockayne-Syndrom-Spektrums. Es handelt sich um eine extrem seltene, autosomal-rezessiv vererbte neurodegenerative Erkrankung, die genetisch zu den Defekten der Nukleotidexzisionsreparatur (NER) gehört – also zu den Störungen der zellulären DNA-Reparatur.

Ätiopathogenese

Das Syndrom wird zum Spektrum der vererbten Defekte der Nukleotid-Exzisionsreparatur (NER) zugerechnet. Klinisch ist eine ausgeprägte Lichtempfindlichkeit nachweisbar (Suzumura H et al. 2010). 

Beim COFS-Syndrom ist, wie auch beim Cockayne-Syndrom, die DNA-Reparatur im transkriptionsgekoppelten NER-Stoffwechselweg beeinträchtigt, nicht jedoch im globalen genomweiten NER-Stoffwechselweg (s. Cockayne-Syndrom). Alle Mutationen wurden im Cockayne-Syndrom-Gen (CSB), in den Xeroderma-Pigmentosum-Genen (XPD und XPG) sowie im ERCC1-Gen gefunden, das am transkriptionsgekoppelten NER-Stoffwechselweg beteiligt ist.

Klinik

Das Syndrom beginnt bereits im Mutterleib (pränatal) und ist durch eine Kombination aus neurologischen, okulären, fazialen und skelettalen Fehlbildungen gekennzeichnet. Auffällig sind charakteristische Gesichtszüge wie ein ausgeprägter Nasenrücken, ein extrem kleiner Unterkiefer (Mikrognathie) und tief sitzende Ohren

Gehirn und Nervensystem: Ausgeprägte Mikrozephalie (abnormal kleiner Kopf), fortschreitender Abbau von Hirngewebe (Hirnatrophie), schwere psychomotorische Entwicklungsverzögerung und ausgeprägte muskuläre Hypotonie (Schwäche) des Rumpfes bei gleichzeitiger Spastik der Extremitäten.

Augen: Bereits bei der Geburt bestehender grauer Star (kongenitale Katarakt), abnormal kleine Augen (Mikrophthalmie) sowie Sehnervenatrophie.

Literatur

  1. Graham JM Jr et al. (2004) MICRO syndrome: an entity distinct from COFS syndrome. Am J Med Genet A. 128A:235-245.
  2. Derbent M et al. (2004) Congenital cataract, microphthalmia, hypoplasia of corpus callosum and hypogenitalism: report and review of Micro syndrome. Am J Med Genet A 128A:232-234.
  3. Kosuga M et al.. (2000) Cerebro-oculo-facio-skeletal (COFS) syndrome. Ryoikibetsu Shokogun Shirizu. 2000:49-50.
  4. Suzumura H et al. (2010) Cerebro-oculo-facio-skeletal syndrome. Adv Exp Med Biol 685:210-214.

Zuletzt aktualisiert am: 03.09.2026