Otto Braun-Falco (*25. April 1922 in Saarbrücken; † 9. April 2018 in München) war ein deutscher Dermatologe, Hochschullehrer und einer der international bedeutendsten Vertreter der deutschsprachigen Dermatologie des 20. Jahrhunderts. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen in der Dermatopathologie, der entzündlichen Dermatologie, insbesondere der Psoriasis, sowie der klinischen und experimentellen Erforschung von Hautkrankheiten. Braun-Falco prägte über Jahrzehnte die universitäre Dermatologie in Deutschland und wurde insbesondere durch das Standardwerk „Dermatologie und Venerologie“ (Braun-Falco) bekannt.
Akademischer Lebenslauf: Abitur 1940 in Kassel. Beginn des Medizinstudiums in Münster. 1943–1946 Unterbrechung des Studiums durch Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1948 Medizinisches Staatsexamen in Mainz; Beginn der dermatologischen Weiterbildung bei Egon Keining. 1949: Promotion zum Dr. med. in Mainz. 1954:Habilitation für Dermatologie und Venerologie an der Universität Mainz. Seit 1955 Oberarzt an der Mainzer Universitätshautklinik. 1960: Ernennung zum außerplanmäßigen Professor. 1961: Berufung zum Ordinarius für Dermatologie und Venerologie an die Universität Marburg. 1965–1966: Dekan der Medizinischen Fakultät Marburg. 1967: Berufung an die Ludwig-Maximilians-Universität München als Nachfolger von Alfred Marchionini. 1967–1990: Ordinarius und Direktor der Dermatologischen Universitätsklinik München. 1990: Emeritierung; Die Klinikdirektion hatte Braun-Falco noch bis 1991 innen. 2018 am 9. April im Alter von 95 Jahren verstarb Otto Braun-Falco in München.